Stadtderby in Dingolfing – Erste bittet den FC Teisbach zum Duell um die Stadtmeisterschaft

Am heutigen Samstag steigt um 18.15 Uhr im Dingolfinger Isar-Wald-Stadion das Stadtderby zwischen dem heimischen FC Dingolfing und dem FC Teisbach. Bereits früh in der Saison kreuzen die beiden Teams die Klinge. Da aber beide am ersten Spieltag als Verlierer vom Platz gingen, ist bereits etwas Druck am Kessel. Die Zuschauer wird es freuen, denn sie können sich erneut auf eine rassige Begegnung einstellen. Das Wetter und die Abendstimmung lassen dabei auf ein echtes Fußballfest hoffen. Wir werfen vor dem Lokalkracher einen Blick auf die Ausgangslage. 

Die Trainer: 

Auf beiden Seiten stehen Übungsleiter, die bislang erfolgreich ihre Mannschaften coachten. FCD-Coach Florian Baumgartl führte die Blau-Weißen zweimal auf den zweiten Platz. In der Relegation verpasste man unglücklich den ganz großen Wurf. Sein Gegenüber Werner Grill legte beim FCT furios los. Unter Grills Regie starteten die Teisbacher einen Erfolgsserie, die sie aus der Abstiegszone weit nach vorne trug. Für Grill geht es an die alte Wirkungsstätte. Als Jugendtrainer beim FCD feierte Grill große Erfolge. Unter anderem stehen die Teilnahme am Weltfinale des Danone-Cups und zahlreiche Meisterschaften in der Vita des ehrgeizigen Chefanweisers. Unter seinen Fittichen hatte er dabei auch Dingolfing Co-Trainer Alex Hofner. Dieser lief gemeinsam mit Teisbachs spielendem Assistenten Timo Grill im Dingolfinger Nachwuchs auf ehe Verletzungspech seine aktive Karriere beendete.

Die Mannschaften: 

Die beiden Kontrahenten mussten im Sommer erfahrene Akteure ziehen lassen. Beim FCD konzentrieren sich die Abgänge mit Sattler, Allmeier und Laimer größtenteils auf die Abwehr. In Teisbach hinterlassen Derek, Haas und Dotzauer eine große Lücke im Mittelfeld. Ebenfalls musste man wie der FCD auf einen ehemaligen Regionalliga-Crack verzichten. Gahabka pausiert beim FCD, Gögl wechselte von Teisbach nach Weng.

In Dingolfing vertraut man voll auf den eigenen Nachwuchs und beförderte gleich vier Talente in den Kreis der Ersten. Auch Teisbach setzt wie gewohnt auf den eigenen Stall. Zusätzlich schnappte man sich mit Ettlinger (Niederaichbach), Voichtleitner (Altdorf) und Strohmeier (Langquaid) drei erfahrene Bezirksliga-Kräfte. Die ersten beiden dürften sich besonders aufs Stadtderby freuen, schließlich absolvierten sie ihre Jugendausbildung in Dingolfing. 

Der Saisonauftakt: 

Beide stehen nach dem ersten Spieltag mit leeren Händen da. Für den FCD gab es eine glatte 0:3 Niederlage beim Titelaspiranten Landau. „Wir wissen, dass diese Saison die Trauben für uns höher hängen, lassen uns vom eingeschlagenen Weg aber von nichts und niemanden abbringen. Der Blick geht wie immer nach vorne“, meint Coach Baumgartl. Auch Teisbachs Anhänger hätten sich mehr erhofft. Gegen Abensberg kassierte man trotz zahlreicher Möglichkeiten eine 1:2-Pleite. „Ein bitterer Saisonstart für uns. Wir haben uns Chancen für drei Spiele erspielt und der Gegner macht aus drei Möglichkeiten einen 2:1-Sieg“, ärgerte sich Trainer Grill. 

Die Statements zum Derby: 

„Der FC Teisbach hat sich in den letzten Wechselperioden extern gut verstärkt und zwischenzeitlich ein Team aufgebaut, dass sicherlich um die vordersten Plätze spielen wird. Ich erwarte, vor hoffentlich vielen Zuschauern, ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem Kleinigkeiten entscheiden werden“, so die Einschätzung Baumgartls. Die Marschroute scheint für den Übungsleiter klar: „Im Derby werden die Jungs definitiv selbstbewusst und mit viel Einsatz auftreten. Das hat beim Duell mit dem Meisterschaftsfavoriten Landau hauptsächlich

gefehlt. Spielerisch wird es voraussichtlich weiterhin noch etwas haken, aber auch hier sind wir in einem guten Entwicklungsprozess.“

Auch Trainer Grill hat lobende Worte für den Lokalrivalen: „Nun geht’s ins Derby nach Dingolfing, das gegen ein starkes Landau ebenfalls Federn lassen musste. Welch enorme Qualität die Dingolfinger, trotz ihres Verletzungspeches in der Relegation, in ihrem Kader haben, zeigten sie beim 7:1 im letzten Vorbereitungsspiel gegen Künzing.“ Blickt Grill auf das Lokalduell sieht er eine klare Rollenverteilung. „Wie immer starten wir in dieses Match als klarer Außenseiter. Wir wollen jedenfalls das Positive aus unserem ersten Punktspiel mitnehmen: Alles rausgehauen und sehr viele Abschlussmöglichkeiten erarbeitet“, berichtet Grill. 

Die Personalien: 

Auf Seiten des FCD fehlen weiterhin die Langzeitverletzten. Wie beim Saisonauftakt steht hinter drei bis vier Akteuren ein Fragezeichen. Erst kurzfristig wird sich ein Einsatz entscheiden. Auch Teisbach bereitet die Personallage Kopfzerbrechen. Während der Woche hatte man aufgrund von Urlaub, Krankheit und Verletzung viele Ausfälle. Auch hier ist offen welches Personal für das Derby zur Verfügung stehen wird. 

Die Ausgangslage: 

FCD-Coach Baumgartl erbittet die FCD-Anhänger um Geduld. Die junge Mannschaft benötigt Zeit um sich zu finden. Das Stadtderby kommt dabei fast etwas zu früh. Der FCD hat definitiv die Klasse und Talent um ein Wörtchen um die Meisterschaft mitzureden. Mit Baumgartl hat man einen Übungsleiter der zu begeistern weiß und durch gute Mannschaftsführung glänzt. Auch in der Gästetruppe steckt dank der konstanten und nachhaltigen Vereinsarbeit reichlich Potential. Spielt sich die Mannschaft erneut in einen Lauf, kann Teisbach im vorderen Drittel der Tabelle mitmischen. Der Trend spricht für den FCD. Drei der letzten fünf Bezirksliga-Spiele konnte man für sich entscheiden. Seit 2019 wartet Teisbach auf einen Sieg. Allerdings wissen die Gäste auch, wie man dem FCD weh tut. Beim Grills Amtsantritt holte man prompt ein torloses Remis. Auch dieses Mal wird Trainerfuchs Grill seine Schützlinge top einstellen. Beim FCD wird wichtig sein, dass die erfahrenen Kräfte voran gehen. Bei Teisbach war die Chancenauswertung zuletzt das große Manko. Teisbach holte sich im vergangenen Jahr die Zuschauerkrone. Auch der FCD mischte vorne mit. Daher kann man mit einem vollen Stadion rechnen. Insgesamt können die Zuschauer auf ein spannendes Spiel hoffen, bei dem beide den ersten Saisonsieg einfahren wollen. 

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