FCD trotzt Corona – Wie der FC Dingolfing das Sportverbot übersteht

Das Training auf dem Platz wird durch ein digitales Training zu Hause ersetzt (Foto: Meike Rath)

„Aus der Not eine Tugend machen“ – lautet schon das ganze Jahr 2020 das Motto des FC Dingolfing. Auch von dem erneuten Sportverbot will man sich nicht unterkriegen lassen und hat ein breites Alternativprogramm für seine Mitglieder aufgestellt. Besonders im Blickfeld stehen dabei die jüngsten Nachwuchsspieler, die man auch während der erneuten Corona-Beschränkungen bestmöglich betreuen möchte. „Unser Ziel ist es die Freude am Fußball zu erhalten. Obendrein wollen wir auch weiterhin mit unseren Mitgliedern in Kontakt bleiben“, berichtet die umtriebige Michelle Kramer.

Kramer absolviert derzeit ein freiwilliges soziales Jahr beim FCD. Ihr Tätigkeitsfeld hat sich durch die neuen Regelung schnell geändert. Kramer entwickelte über das Wochenende zusammen mit der Jugendleitung ein viergliedriges Konzept.

Das Flaggschiff bildet die Kooperation mit der Skillers Academy. Bereits seit zwei Monaten arbeitet man mit der Fußballschule zusammen und veranstaltete bereits zwei Sonntags-Events. Nun verlegt man die Trainingseinheiten weg vom Fußballplatz in die eigenen vier Wände. Im zweiwöchentlichen Rhythmus gibt es eine Trainingseinheit. Damit kann man beim FCD ganzen 14 Mannschaften von der G2 bis zur C2 weiterhin feste Übungszeiten anbieten. Zu den Einheiten gehören neben den technischen und koordinativen Übungen auch Profi-Tutorials. Unter anderem kommen die beiden deutschen Nationalspieler Julian Weigl und Jonas Hofmann zu Wort. „Die Skillers Academy ist in puncto digitalem Training einer der Vorreiter in Deutschland. Wir wollen damit nicht nur weiterhin eine Trainingsmöglichkeit anbieten, sondern auch die Möglichkeit schaffen Freunde und Vereinskollegen weiterhin zu sehen“, berichtet Kramer.

Darüber hinaus wird die Skillers Academy regelmäßig einen Wettbewerb veranstalten. Dort haben die Nachwuchskicker die Aufgabe eine kleine Übung zu absolvieren. Anders als bei dem prämierten Technikwettbewerb im Frühjahr ist jeder Wettbewerb in sich geschlossen. Nach Abschluss gibt es jeweils Preise zu gewinnen. Bewusst entschied man sich dagegen den Technikwettbewerb nicht nochmal neu aufzulegen. „Man kann schwer abschätzen, wie lange wir nicht trainieren können. Daher macht es für uns mehr Sinn verschiedene kleinere Wettbewerbe zu machen. Dadurch kann man auch mal eine Runde aussetzen und beim nächsten Mal wieder voll einsteigen. Davon erhoffen wir uns eine dauerhaft hohe Motivation.

Zusätzlich gibt es einen eigenen Wettbewerb für die jüngsten Nachwuchskicker. Dort erstellt Kramer Aufgaben abseits des Fußballplatzes. „Wir wollen die Eltern ein wenig bei der Betreuung entlasten“, erklärt Kramer den Gedankengang. Diese Woche müssen die Fußballkinder beispielsweise ein neues Trikot für die erste Mannschaft entwerfen.

Aber auch für die älteren Jugendspieler wie auch für die Herrenmannschaften hat man sich etwas einfallen lassen. Bei einem vereinsinternen Laufwettbewerb gilt es Kilometer für das eigene Team zu sammeln. Der Vergleich zu den anderen Dingolfinger Mannschaften soll einen Wettkampfcharakter entstehen lassen und für zusätzliche Motivation sorgen. Auch die Trainer sowie die Vereinsfunktionäre treten mit einem Team an. Obendrein haben bereits Spielereltern einzelner Mannschaften angekündigt mit einer Mannschaft an den Start zu gehen.

„Wir wollen unsere Mitglieder unterstützen in Bewegung zu bleiben und auf ihre Gesundheit zu achten“, berichtet Kramer.

Mit dem viergliedrigen Konzept sieht man sich beim FCD gut gerüstet für die kommenden Wochen und hofft auch den zweiten Sport-Lockdown gut zu überstehen.

 

 

 

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