Erste mit torlosem Remis – Gegen die SpVgg Plattling wollte der Ball nicht über die Linie

 

Der FC Dingolfing kam beim Tabellenvorletzten SpVgg Plattling nicht über ein torloses Remis hinaus. Nach ereignislosem ersten Durchgang starteten die Baumgartl-Schützlinge einen Sturmlauf auf das Tor der Hausherren. Der Kasten schien aber wie vernagelt. Trotz bester Gelegenheiten wollte der Ball nicht ins Tor. So konnte sich am Ende der ehemalige Bayernligist über einen Überraschungserfolg freuen. „Wenn man vorne keins macht, holt man bestenfalls einen Punkt. Da wir defensiv nichts zugelassen haben, ist uns das zumindest heute gelungen. Offensiv standen wir uns teilweise selbst im Weg oder hatten Pech bei bei unseren zwei Alu-Treffern. Obendrein konnte Plattling gleich mehrmals im letzten Moment klären“, berichtet FCD-Coach Florian Baumgartl. 

Die Geschichte des ersten Durchgangs ist schnell erzählt. Plattling überlies dem FCD den Ball und formierte sich tief in der eigenen Hälfte. Der FCD ließ den Ball gefällig durch die eigenen Reihen laufen. Entscheidend vor das gegnerische Tor spielen konnte man sich aber nicht. „Eine schwächere Leistung von uns im ersten Durchgang. Wir hatten keine zwingenden Chancen und so plätscherte das Spiel vor sich hin“, ärgert sich Baumgartl. Immerhin war man laut dem sympathischen Cheftrainer defensiv auf der Höhe und verteidigte alle Angriffe der Heimelf weg. Somit ging es nach ereignisarmen 45 Minuten in die Kabine zur Halbzeitpause. 

Zur Pause reagierten Baumgartl und sein Assistent Alex Hofner. Neben einem Systemwechsel brachte man auch mit Andreas Eglseder und Marco Beck zwei frische Kräfte. 

Es entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Teilweise brannte es lichterloh im Plattlinger Strafraum, einzig der Ball wollte nicht über die Linie. 

Das Spielglück war an diesem Tage nicht auf Seiten des FCD. Adrian Gahabka traf gleich zweimal das Aluminum. Zuerst prüfte er die Latte, anschließend zielte er zu genau und traf nur den Pfosten. Auch weitere FCD-Akteure hatten den Treffer auf dem Fuß. Nach schönem Zuspiel von Fabian Laubner war Beck alleine vor dem Keeper. Beck versuchte den Rückhalt zu umtänzeln. Doch dieser zeigte sich auch wie in den nachfolgenden Szenen auf der Hut und pflückte Beck den Ball vom Fuß. 

Bajraktari versuchte die engmaschige Abwehrreihe mit seiner Dribbelkunst zu umspielen. So kam er über außen durch, doch verpasste vom Fünfereck. 

Mit Philipp Müller kam ein weiterer Offensivmann von der Bank. Doch auch dieser konnte den Ball aus dem Getümmel nicht im Tor unterbringen. Auch Gahabka war nochmal zur Stelle, scheiterte aber ebenfalls. Über Außen brach Lukas Wittmann durch, sein Schuss war aber zu zentral. Max Weber, am vergangenen Spieltag mit einem Hattrick noch der gefeierte Mann, fehlte ebenfalls das letzte Quäntchen Glück. 

Trotz des klaren Chancenwuchers blieb die FCD-Maschinerie der Dingolfinger erfolgslos. Wie im ersten Spielabschnitt war man defensiv auf der Höhe. „Defensiv hatten wir alles im Griff. Der Gegner blieb ohne nennenswerte Chance“, stellt Baumgartl hervor. „Mit dem zweiten Durchgang können wir zufrieden sein. Wir haben alles gegeben und alles versucht. Einzig ein Tor wollte nicht fallen“, so Baumgartl. 

Insgesamt kann man die Einschätzung des Dingolfinger Übungsleiters nur teilen. Die Leistung in der zweiten Halbzeit passt in das bisherige Bild der Blau-Weißen, die bislang sowohl defensiv als auch offensiv zu überzeugen wussten. Schlussendlich waren die Dingolfinger Anhänger froh, dass man dank der umsichtigen Abwehrarbeit um Kapitän Florian Büchner keinen Kontergegentreffer kassierte, was im Fußball durchaus typisch für solche Spielverläufe wäre. 

Durch den Punkt bleibt man an der Tabellenspitze. Deggendorf konnte mit einem Sieg den Druck erhöhen. Am Wochenende kommt es zum Gipfeltreffen der beiden Spitzenteams. Die Fußballbegeisterten Niederbayerns können sich auf eines der heißesten Duelle im gesamten Fußballjahr freuen. Der FCD hofft wie zuletzt auf eine breite Kulisse. 

Aufstellung: Hodoroaba – Bajraktari, Büchner, Laimer, Gahabka, Wittmann – Schuder, Kehl, Laubner – Schneil, Weber 

Eingewechselt: Beck, Eglseder, P. Müller

Zuschauer: 120 

Tore: Fehlanzeige 

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