
Der FC Dingolfing gastiert am Samstag um 13 Uhr beim TSV Seebach. Die Ausgangslage scheint auf den ersten Blick eindeutig: Während der FCD als Tabellenführer seit zwölf Ligaspielen ungeschlagen ist, steckt der Vizemeister der vergangenen Saison tief im Abstiegskampf. Dennoch erwartet die Mannschaft von Trainer Tom Seidl ein anspruchsvolles Derby. Denn trotz erheblicher personeller Veränderungen verfügt Seebach weiterhin über eine konkurrenzfähige erste Elf.
Seidl warnt deshalb davor, die Gastgeber zu unterschätzen: „Die Rollen sind vor diesem Duell klar verteilt. Zum einen gewinnt aber im Fußball nicht immer der Favorit, zum anderen hat Seebach trotz aller Personalsorgen immer noch eine sehr ordentliche erste Elf, die absolut konkurrenzfähig ist. Wir werden den Gegner also bestimmt nicht auf die leichte Schulter nehmen, zumal wir aktuell selbst ein paar Kader-Baustellen haben. Dennoch können wir dieses Derby mit breiter Brust in Angriff nehmen und wollen drei Punkte holen.“
Seebach nach personellem Umbruch im Abstiegskampf
In den vergangenen Jahren zählte der TSV Seebach zu den stärksten Mannschaften der Region. In der Vorsaison wurde das Team Vizemeister und spielte in der Relegation um den Bayernliga-Aufstieg. Im Sommer folgte allerdings ein deutlicher personeller Umbruch. Trainer Wolfgang Beller verabschiedete sich ebenso wie mehrere Leistungsträger. Jonas Hoffmann, der den FCD nach seinem ersten Herrenjahr in Richtung Hankofen verließ, wechselte im Sommer nach Schalding. Christoph Beck wechselte zum TSV Bogen. Der Kader verlor damit an Qualität und Breite – und Seebach fand sich früh im Abstiegskampf wieder.
Trotzdem verfügt die Mannschaft weiterhin über eine konkurrenzfähige Startelf, zumal sich Seebach einige Talente sichern konnte. Mit Andras Mityko und Lukas Semmler stehen zudem zwei interessante junge Spieler im Aufgebot.
Hinspiel spricht für den FCD
Das erste Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften ging deutlich an Dingolfing. Der FCD setzte sich mit 5:1 durch und zeigte dabei eine seiner stärksten Saisonleistungen. Seebach wird nun alles daransetzen, ein anderes Gesicht zu zeigen und sich für die klare Niederlage zu revanchieren.
Die Tabellenkonstellation spricht für eine klare Rollenverteidigung: Dingolfing möchte die Spitzenposition verteidigen und die Verfolger auf Distanz halten. Seebach steht dagegen auf Rang 17 und benötigt dringend Punkte, um den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze nicht zu verlieren.
FCD trotz Ausfällen selbstbewusst
Die Seidl-Elf reist allerdings mit einem dezimierten Aufgebot nach Seebach. Maximilian Wilhelm und Mathias Schratzenstaller fallen weiterhin krankheitsbedingt aus. Andreas Bauer steht nach seiner Leistenoperation noch nicht zur Verfügung, Daniel Hofer befindet sich im Urlaub. Auch Felix Rem und Ben Kouame sind bereits länger keine Optionen. Bei Denis Heinz besteht Hoffnung auf eine Rückkehr. Ergänzt wird der Kader durch Akteure aus der U19.
Trotz der angespannten Personalsituation geht der Tabellenführer mit viel Selbstvertrauen in die Begegnung. Zwölf Ligaspiele ohne Niederlage sprechen für die Stabilität der Mannschaft. In Seebach wird es nun darauf ankommen, diese Serie auch unter schwierigen personellen Voraussetzungen fortzusetzen. Die Favoritenrolle ist klar verteilt – die drei Punkte müssen sich die Dingolfinger im Niederbayern-Derby aber erst verdienen.