Es müllert in Dingolfing – Fünf Tore am Kirta-Samstag, 15 Saisontreffer: Marcel Müller ist ein Schlüsselspieler beim Landesliga-Spitzenreiter

 

Bildunterschrift: Mittelstürmer Marcel Müller gehört zu den Erfolgsgaranten beim FC Dingolfing (Foto: Paul Hofer)

Fünf Tore in einem Spiel – selbst für einen Mittelstürmer ist das alles andere als Alltag. Beim vorletzten Spieltag zum Kirta-Heimspiel gegen Tegernheim erwischte Marcel Müller einen Nachmittag, an dem nahezu alles gelang. „Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben einen Flow entwickelt und waren nach jedem Tor gierig auf mehr. Dass ich fünfmal treffen konnte, hat mich sehr gefreut. Noch wichtiger war aber, dass wir die drei Punkte geholt haben und damit auf unserem Weg bleiben“, beschreibt der Angreifer den Auftritt.

Dass die Erfolgsserie des FC Dingolfing kein Selbstläufer ist, zeigte sich beim anschließenden Auswärtsspiel in Lam. Dort stand die Partie zwischenzeitlich auf Messers Schneide und hätte in beide Richtungen kippen können. Umso wichtiger war es, das Spiel am Ende auf die eigene Seite zu ziehen. Zwölf Ligaspiele in Folge ist der FCD inzwischen ungeschlagen, der Lohn ist die Tabellenführung in der Landesliga Mitte. Müller hat daran erheblichen Anteil: Mit 15 Toren und fünf Vorlagen gehört er zu den prägenden Offensivspielern des Spitzenreiters.

Dabei ist der Angreifer erst seit dem vergangenen Winter in Dingolfing. Zuvor spielte er für die SpVgg Landshut, fußballerisch groß geworden ist er in Niederalteich. Beim FCD hat er schnell seinen Platz gefunden. „In Dingolfing gefällt es mir wirklich sehr gut. Ich habe viel Spaß mit der Mannschaft und fühle mich auch im Umfeld sehr wohl. Außerdem spüre ich das Vertrauen von Tom Seidl. Dadurch kann ich befreit aufspielen und mich weiterentwickeln“, sagt Müller.

Dass ihm die Integration leichtfiel, führt er vor allem auf den Umgang innerhalb der Mannschaft zurück. Er sei von Beginn an gut aufgenommen worden und habe sich schnell eingelebt. Auch auf dem Platz stimmt die Verbindung zu seinen Mitspielern. Wie Müller seine Treffer erzielt, erklärt er knapp: „Vor dem Tor ist es dann eine Mischung aus den guten Vorarbeiten meiner Mitspieler und Instinkt.“ Eine Kombination, die sich in seiner Bilanz widerspiegelt: Müller findet regelmäßig den Weg in aussichtsreiche Abschlusspositionen und nutzt die Möglichkeiten, die sich ihm bieten.

Doch auch seine Mitspieler machen den FCD offensiv schwer ausrechenbar. Daniel Hofer steuerte bislang acht Tore und sechs Vorlagen bei, Fabian Prebeck-Sanchez kommt auf sechs Treffer und sechs Assists. Die Gefahr verteilt sich damit auf mehrere Schultern. Müller sieht darin eine wesentliche Stärke der Mannschaft: „Ich würde sagen, dass wir ein richtig cooler Haufen aus richtig guten Kickern sind – und das spiegelt sich einfach auf dem Platz wider.“

Bei aller Treffsicherheit stehen für den Mittelstürmer persönliche Rekorde nicht an erster Stelle. Natürlich wolle er weiter Tore erzielen, entscheidend sei für ihn aber der gemeinsame Erfolg. Seine Treffer sollen dazu beitragen, dass der FC Dingolfing den eingeschlagenen Weg fortsetzt. Die aktuelle Bilanz gibt Anlass zur Zuversicht: Der FCD ist seit zwölf Ligaspielen ungeschlagen, führt die Tabelle an und verfügt mit Müller über einen Angreifer, der seine Chancen konsequent nutzt.

Am Samstag wartet mit dem TSV Seebach die nächste Aufgabe. Müller wird versuchen, seinen Lauf fortzusetzen – und damit seinen Teil dazu beizutragen, dass der Höhenflug des FC Dingolfing anhält

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