
Die Spielgemeinschaft aus Türk Gücü und FC Dingolfing III hat ihr Testspiel beim TuS Walburgskirchen mit 0:3 verloren und dabei einen enttäuschenden Auftritt gezeigt. Trotz deutlicher Feldvorteile und viel Ballbesitz fehlten der Mannschaft Konsequenz, defensive Stabilität und die nötige Entschlossenheit im letzten Drittel. Trainer Rinos Bajraktari fand nach dem Spiel klare Worte. „Die Niederlage ist absolut verdient. Wenn man drei Gegentore durch einfache Fehler verschenkt, verliert man – unabhängig davon, wie viel Ballbesitz oder Chancen man hat“, sagte der Spielertrainer. Dingolfing bestimmte über weite Strecken das Spiel, ließ den Ball laufen, kam aber kaum zu zwingenden Abschlüssen und wirkte in der Defensive ungewohnt anfällig.
Besonders die Art der Gegentore ärgerte Bajraktari: „Wir haben Fehler gemacht, die uns in der Meisterschaft nicht passieren dürfen. Das war ein Test zum Vergessen. Wir haben im Angriff vieles probiert, und ich werfe keinem Spieler vor, dass Chancen vergeben oder ein Elfmeter verschossen wird. Aber die fehlende Reaktion auf Rückschläge hat mir nicht gefallen.“
Auch die personelle Situation war angespannt. Mehrere Spieler fehlten kurzfristig, die SG trat mit einem deutlich kleineren Kader an als geplant. Bajraktari selbst war angeschlagen und kam erst spät ins Spiel. Dennoch wollte der Trainer die Ausfälle nicht als Ausrede gelten lassen: „Wir brauchen einen breiten, gesunden und fitten Kader, wenn wir in der Kreisklasse bestehen wollen. Den haben wir momentan nicht – aber das darf keine Entschuldigung sein.“
Für die kommenden Tage kündigt Bajraktari eine klare Linie an: „Wir müssen jetzt härter arbeiten. Diese Woche wird weniger Ballbesitz und weniger Schönspielerei beinhalten – dafür mehr Laufarbeit, mehr Intensität, mehr Grundtugenden. Wir müssen über den Kampf kommen, bis wir unser Selbstvertrauen zurückhaben.“
Trotz der deutlichen Worte bleibt der Trainer lösungsorientiert: „Wir wissen jetzt genau, woran es liegt. Die nächsten zwei Trainingswochen werden hart, aber das ist der einzige Weg.“
Die SG Dingolfing steht damit vor einer wichtigen Phase der Vorbereitung – und vor der Aufgabe, aus einer schwachen Leistung die richtigen Schlüsse zu ziehen.