
Der FC Dingolfing hat sein traditionelles Kirta-Heimspiel mit einem deutlichen Sieg gekrönt. Vor 250 Zuschauern setzte sich der Tabellenführer mit 6:1 gegen den FC Tegernheim durch. Mann des Tages war Marcel Müller, der fünfmal traf und bereits vor der Pause vier Tore erzielt hatte. Nach dem Schlusspfiff ging der erfolgreiche Fußballnachmittag beim Vereinsabend auf dem Kirta in geselliger Runde weiter.
Der FCD erwischte einen Auftakt nach Maß. Nach elf Minuten brachte Christoph Laimer den Ball zu Müller, der aus zur Führung vollendete. Dingolfing blieb am Drücker und setzte die Gäste unter Druck. Tegernheim versuchte, mit einer tief stehenden Defensive die Räume eng zu machen, bekam die Offensivaktionen der Gastgeber aber nur schwer in den Griff. Fabian Prebeck-Sanchez kam nach 14 Minuten zum Abschluss, ehe die Gäste mit ihrer ersten gefährlichen Aktion überraschend zurückschlugen: Louis Junge zog aus rund 25 Metern ab und traf mit einem Flachschuss ins kurze Eck zum 1:1.
Die Antwort des Tabellenführers ließ nicht lange auf sich warten. Stefan Weber wurde im Strafraum gefoult, Müller übernahm die Verantwortung und verwandelte den fälligen Elfmeter sicher zur erneuten Führung. Dingolfing blieb überlegen und legte nach: In der 38. Minute bereitete Prebeck-Sanchez den nächsten Treffer vor, Müller vollendete aus kurzer Distanz und machte damit seinen lupenreinen Hattrick perfekt.
Kurz darauf bot sich dem FCD die Chance, den Vorsprung weiter auszubauen. Nachdem Marlon Nicklas im Strafraum zu Fall gebracht worden war, zeigte der Schiedsrichter erneut auf den Punkt. Diesmal blieb Müller jedoch ohne Erfolg: Er setzte den Elfmeter über das Tor, auch der Nachschuss ging darüber. Der vergebene Strafstoß brachte die Gastgeber allerdings nicht aus dem Rhythmus. Nur wenig später setzte sich Maximilian Meindl stark über den Flügel durch. Seine Hereingabe verwertete Müller sehenswert mit der Hacke zum 4:1. Vier Treffer in einer Halbzeit – der Dingolfinger Angreifer prägte die Partie bis dahin wie kein anderer und verwandelte den Kirta-Samstag zu seinem persönlichen Feiertag.
FCD bleibt auch nach der Pause dominant
Die Gäste reagierten zur Pause und wechselten gleich dreimal das Personal. Am Spielverlauf änderte dies nur wenig. Auch im zweiten Durchgang bestimmte Dingolfing das Geschehen und ließ den Gästen nur wenig Raum, um selbst ins Spiel zu finden. Eine Ecke sorgte allerdings kurz für Gefahr: Nach der Hereingabe musste Nicklas auf der Linie klären und verhinderte damit einen möglichen Anschlusstreffer.
An der Spielkontrolle der Gastgeber änderte das wenig. In der 69. Minute flankte Meindl von der rechten Seite, Müller stand erneut richtig und erzielte seinen fünften Treffer des Tages. Für den Angreifer war es zugleich das 14. Saisontor. Tegernheim fand gegen die spielerische Überlegenheit und den Druck des Tabellenführers kaum noch Mittel, um die Partie wieder offener zu gestalten.
Den Schlusspunkt setzten zwei eingewechselte Dingolfinger: Andreas Bauer setzte sich in der 82. Minute auf der Außenbahn durch und spielte den Ball scharf nach innen. Daniel Hofer verwertete die Hereingabe zum 6:1-Endstand. Damit war ein rundum gelungener Kirta-Auftritt des FCD besiegelt. Der Tabellenführer überzeugte mit seiner Durchschlagskraft in der Offensive und ließ sich auch vom zwischenzeitlichen Ausgleich nicht aus dem Konzept bringen. Im Mittelpunkt stand Marcel Müller, der mit fünf Treffern einen außergewöhnlichen Nachmittag erwischte.
FCD-Aufstellung: Tournier – Nicklas (ab 70. A. Bauer), Laimer, Büchner, J. Fischer (ab 74. Eglseder), S. Weber – Lemberger (ab 74. Stachowski), J. Bauer – Meindl (ab 74. D. Hofer), M. Müller (ab 74. Schratzenstaller), Prebeck-Sanchez