
Der FC Dingolfing II hat im Schlussspurt der Saison ein wichtiges Ausrufezeichen gesetzt. Im Heimspiel gegen den TSV Vilsbiburg siegte die junge FCD‑Reserve in einem spektakulären Offensivduell mit 6:4 und verteidigte damit den zweiten Tabellenplatz. Die Zuschauer im Isar‑Wald‑Stadion sahen ein hochklassiges, torreiches Spitzenspiel, das bis zum Ende offen blieb.
Trainer Markus Heiß zeigte sich trotz der vier Gegentore zufrieden: „Ein verdienter Sieg, auch wenn wir uns durch defensive Unkonzentriertheiten das Leben selbst schwer gemacht haben.“
Der Start verlief jedoch alles andere als ideal. Bereits nach drei Minuten schlug Vilsbiburg zum ersten Mal zu: Niclas Oßner traf mit einem satten Schuss unter die Latte zur frühen Führung. Dingolfing brauchte einige Minuten, kam dann aber besser ins Spiel. Max Weber setzte das erste Ausrufezeichen, sein Abschluss strich knapp am rechten Pfosten vorbei.
Kurz darauf fiel der Ausgleich. Nach einer Ecke von links nahm Manuel Schneil den Ball direkt und traf zum 1:1 – ein Tor, das dem FCD sichtbar Auftrieb gab. Nur wenige Minuten später tankte sich Weber kraftvoll durch die Vilsbiburger Abwehr und vollendete eiskalt zur 2:1‑Führung.
Der FCD blieb am Drücker. Timo Berghammer setzte nach einem starken Solo einen wuchtigen Abschluss, den der Gästekeeper mit einer starken Fußabwehr entschärfte. Danach zeigte der FCD spielerische Klasse: Nach einem feinen Doppelpass zwischen Schneil und Schratzenstaller erhöhte Letzterer in der 33. Minute auf 3:1.
Doch die Gäste schlugen sofort zurück. Anderseck verkürzte mit einem Gewaltschuss aus 16 Metern auf 3:2 – und nutzte kurz darauf eine Unachtsamkeit in der FCD‑Defensive zum 3:3‑Ausgleich. Das Spiel drohte zu kippen, doch Dingolfing fand die perfekte Antwort: Der frisch eingewechselte Bastian Weidlich verwertete eine maßgenaue Flanke von Andreas Bauer zur erneuten Führung.
Die jungen Wilden blieben nun am Drücker. Rick Spanner erhöhte mit der Picke ins lange Eck auf 5:3, ehe Kapitän Tobias Kurz in der 87. Minute per Strafstoß das 6:3 erzielte – zuvor war Matze Schratzenstaller im Strafraum gefoult worden. Vilsbiburg gelang durch Benedikt Ecker zwar noch das 6:4, doch am Ende blieb es beim verdienten Dingolfinger Erfolg.
Die Zuschauer erlebten ein Offensivfeuerwerk, das dem Anspruch eines Spitzenspiels voll gerecht wurde. Der FC Dingolfing II bewahrt sich damit die Chance auf die Relegation – und geht mit Rückenwind in das Saisonfinale.