Spitzenreiter empfängt Luhe-Wildenau – FC Dingolfing erwartet unangenehmen Gegner – Personalsorgen vor dem Heimspiel bleiben groß

Bildunterschrift: Der FC Dingolfing um Routinier Andreas Eglseder peilt einen Heimsieg am Wochenende an (Foto: Paul Hofer)

 

Nach zuletzt drei Siegen in Serie wartet auf den FC Dingolfing bereits die nächste Herausforderung. Am Samstag um 14 Uhr gastiert der SC Luhe-Wildenau im altehrwürdigen Isar-Wald-Stadion. Die Seidl-Elf geht als Tabellenführer in die Partie, weiß aber um die Qualitäten des Gegners aus der Oberpfalz.

Trainer Tom Seidl erwartet eine anspruchsvolle Aufgabe – auch wegen der angespannten Personalsituation: „Leider hat sich unsere personelle Lage gegenüber der Vorwoche nochmal verschärft. Aktuell ist es wirklich nicht einfach und gegen Luhe-Wildenau wird definitiv auch Improvisationstalent gefragt sein. Dennoch werden wir alles probieren, um unsere Erfolgsserie nicht abreißen zu lassen.“

Gefährliches Offensivduo

Die Gäste verfügen über eine der ligaweit bekanntesten Offensivkombinationen. Sturmtank Nico Argauer hat in den vergangenen beiden Spielzeiten jeweils mehr als 20 Treffer erzielt und steht auch in dieser Saison bereits bei acht Toren. Sein kongenialer Partner David Bezdicka ist als Spielmacher ebenfalls ein ständiger Gefahrenherd. Der Tscheche kam in der vergangenen Saison auf 23 Tore und zehn Vorlagen und hat aktuell schon wieder elf Scorerpunkte gesammelt.

Für Kontinuität steht Trainer Benjamin Urban, der mittlerweile in seine fünfte Spielzeit geht. Seit dem Wiederaufstieg 2023 landete Luhe-Wildenau stets auf einem einstelligen Tabellenplatz. Vor zwei Jahren schafften es die Oberpfälzer sogar bis in die Aufstiegsrelegation.

Tabellenführung behaupten

Der FC Dingolfing führt die Landesliga Mitte an, doch Verfolger Burglengenfeld bleibt in Schlagdistanz. Entsprechend wichtig wäre es für die Blau-Weißen, ihre Position mit einem Heimsieg zu festigen. Luhe-Wildenau steht zwar auf Rang elf im Tabellenmittelfeld, der Vorsprung auf den ersten Relegationsplatz beträgt allerdings nur vier Punkte. Auch für die Gäste geht es damit um wichtige Zähler.

Die Duelle beider Mannschaften haben Tradition. Bereits Anfang der 2000er-Jahre trafen sie in der Landesliga aufeinander. Seit dem Wiederaufstieg des FCD konnten die Dingolfinger ihre Heimspiele gegen Luhe-Wildenau allesamt gewinnen, wenn auch teilweise knapp. Das Hinspiel ging ebenfalls an die Seidl-Elf: Beim 2:0-Auswärtssieg sorgte unter anderem der mittlerweile schwer verletzte Ben Kouame mit seinem Treffer für die Entscheidung.

Personalsorgen vor Doppelspieltag

Die Blau-Weißen sind seit dem Sommer in Pflichtspielen ungeschlagen und wollen diese Serie nun vor eigenem Publikum fortsetzen. Die personellen Voraussetzungen dafür sind allerdings alles andere als einfach. Neu auf der Ausfallliste stehen Torjäger Marcel Müller und Denis Heinz. Daniel Hofer ist zwar aus dem Urlaub zurück, ein Magen-Darm-Infekt könnte den Routinier jedoch erneut außer Gefecht setzen. Dazu kommen weitere krankheitsbedingte Fragezeichen.

Zusätzlich erschwert wird die Planung durch den Doppelspieltag: Sowohl die zweite Mannschaft in der Bezirksliga als auch die U19 in der Landesliga bestreiten wichtige Heimspiele. Umso mehr wird es darauf ankommen, dass die verfügbaren Spieler noch einmal alle Kräfte mobilisieren.

Tag der Politik im Isar-Wald-Stadion

Neben dem sportlichen Geschehen steht am Samstag auch der traditionelle „Tag der Politik“ auf dem Programm. Dazu hat der FC Dingolfing erneut Vertreter aus der heimischen Politik eingeladen. Im Vereinsheim tauschten sich die Beteiligten über die Herausforderungen eines rein ehrenamtlich geführten Vereins aus, zumal sich der FCD neben seien höherklassigen Teams auch für die Stadtgesellschaft durch seine Breitensportabteilung wie auch seine Veranstaltung engagiert. Zugleich nutzten die Verantwortlichen die Gelegenheit, sich für die Unterstützung zu bedanken.

Auf dem Platz zählt für die Seidl-Elf jedoch vor allem eines: die Tabellenführung zu verteidigen. Dafür hofft der FCD auch auf einen starken Rückhalt von den Rängen. Gerade angesichts der angespannten Personallage könnte die Unterstützung des heimischen Publikums ein wichtiger Faktor werden.

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