SG erneut ohne Fortune – Frühe 2:0‑Führung, schwere Verletzung, strittige Entscheidungen: SG Dingolfing verliert 2:3 in Kirchberg

Bildunterschrift: Torhüter Oliver Kowohl pariert zunächst stark einen Elfmeter, verletzt sich dabei jedoch schwer und muss wenig später mit dem Rettungswagen vom Platz. Ein bitterer Moment für die SG und ihren Schlussmann (Foto: Werner Kroiss)

Der SG aus Türk Gücü und FC Dingolfing III fehlte auch im zweiten Saisonspiel das notwendige Quäntchen Glück. Beim TSV Kirchberg unterlag die Mannschaft trotz einer starken ersten Halbzeit mit 2:3. Eine frühe 2:0‑Führung, die schwere Verletzung von Torhüter Oliver Kowohl und strittige Schiedsrichterentscheidungen prägten eine Partie, in der für die SG deutlich mehr möglich gewesen wäre.

Die SG erwischte einen idealen Start. Bereits in der 11. Minute traf Spielertrainer Rinos Bajraktari traumhaft per direkt verwandeltem Freistoß zum 0:1. Dingolfing blieb am Drücker, erspielte sich weitere Chancen und erhöhte in der 26. Minute: Delin Dervishaj vollendete eine schöne Kombination zum 0:2.

Kirchberg fand erst danach besser ins Spiel und erhielt in der 31. Minute einen Elfmeter zugesprochen. Oliver Kowohl parierte stark, verletzte sich dabei jedoch schwer und musste mit dem Rettungswagen abtransportiert werden. Die Partie war mehrere Minuten unterbrochen. Bis zur Halbzeit blieb es beim verdienten 0:2, der Schock über die Verletzung nahm der SG aber den Rhythmus. 

Nach dem Seitenwechsel wurde Kirchberg offensiver, während die SG die sich öffnenden Räume gut nutzte. Nach einem Ballgewinn wurde Bajraktari frei durchgesteckt, scheiterte jedoch an der Querlatte – eine Szene, die das Spiel hätte entscheiden können.

Stattdessen kam Kirchberg in der 59. Minute zum Anschluss. In der 72. Minute erhielt Kirchberg eine Ecke. Der zunächst geklärte Ball wurde erneut lang gespielt – zum Angreifer, der nach Einschätzung der SG-Anhänger deutlich im Abseits stand. Der Treffer zum 2:2 zählte dennoch.

Nur sechs Minuten später folgte der nächste Rückschlag: Kirchberg erzielte in der 78. Minute das 3:2. Dingolfing warf in der Schlussphase alles nach vorne. Die Dingolfinger forderten einen Elfmeter als Bajraktari im Strafraum zu Fall kam. Auch hier blieb der Pfiff aus. 

„Unterm Strich ist es eine sehr unglückliche Niederlage, weil wir über weite Strecken ein gutes Auswärtsspiel gegen einen sehr guten Gegner gezeigt haben. Wir führen 2:0, verteidigen lange stabil und haben sogar die große Chance auf das 3:1, als Rinos an der Latte scheitert. Dazu kommt die schwere Verletzung von Oli, die uns natürlich aus dem Rhythmus bringt und die Mannschaft emotional getroffen hat“, bilanziert Sportchef Sercan Cördük. 

„Wir hatten an diesem Tag auch kein Glück mit den Schiedsrichterentscheidungen. Aber das soll keine Ausrede sein. Wir müssen es schaffen, solche Momente wegzustecken und trotzdem stabil zu bleiben. Die Mannschaft arbeitet gut, zeigt Moral und spielt phasenweise sehr ordentlich. Wenn wir die Anzahl der Gegentore verringern und unsere Chancen konsequenter nutzen, werden wir uns auch wieder belohnen“, so Cördük abschließend. 

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