
Der FC Dingolfing hat am Feiertag ein echtes Fußballfest gefeiert und den TSV Bogen mit 5:0 aus dem Isar‑Wald‑Stadion geschossen. 215 Zuschauer sahen eine Partie, die nach einem frühen Abseitstreffer klar in Dingolfinger Richtung kippte und in der die Seidl‑Elf ihre Offensivpower eindrucksvoll unter Beweis stellte. „Am Anfang hatten wir einen Schreckmoment zu überstehen, als Bogen einen Abseitstreffer erzielt hat – eine durchaus diskutable Entscheidung“, sagte Trainer Thomas Seidl. „Dann waren wir aber richtig gut in der Partie, haben hervorragend Fußball gespielt und uns reihenweise beste Chancen erarbeitet, von denen wir am Ende fünf verwerten konnten. Ein sehr starker und souveräner Auftritt.“
Der Nachmittag begann mit einem Warnsignal der Gäste. Nach zwölf Minuten lag der Ball im Dingolfinger Tor, doch Schiedsrichter Fabian Jürschick entschied auf Abseits – eine knappe, aber vertretbare Entscheidung. Der FCD schüttelte sich kurz und übernahm dann Schritt für Schritt die Kontrolle. Bereits zuvor hatte Marcel Müller die Führung auf dem Fuß, der Ball wollte aber noch nicht ins tor. Kurz darauf verzog Fabian Prebeck‑Sanchez aus halblinker Position nur um Zentimeter. Auch Müller blieb gefährlich, scheiterte jedoch erneut am Abschlussglück.
In der 20. Minute meldete sich Bogen mit einem Distanzschuss von Patrick Fuchs, doch der Versuch war sichere Beute für FCD-Schlussmann Louis Tournier. Danach legte das Dingolfinger Offensivtrio so richtig los.
In der 22. Minute schlug der FCD erstmals zu. Prebeck‑Sanchez spielte einen genialen Steckpass durch die gesamte Bogener Abwehr, Daniel Hofer startete perfekt in die Lücke und schob eiskalt zum 1:0 ein. Nur zwei Minuten später folgte der nächste Streich: Müller hämmerte den Ball aus 18 Metern an die Latte, Prebeck‑Sanchez reagierte am schnellsten und drückte den Abpraller über die Linie – 2:0.
Dingolfing blieb am Drücker. Wieder war es das Duo Prebeck‑Sanchez und Hofer, das die Gäste ins Wanken brachte. Prebeck‑Sanchez fand mit einem weiteren Traumpass seinen Sturmpartner, Hofer zog direkt ab, doch diesmal fehlten wenige Zentimeter. Kurz vor der Pause machte der Torjäger es besser: Nach einem Solo, bei dem er fast ausrutschte, sich dann aber mit einer Drehung elegant befreite, vollendete Hofer zum 3:0. Ein Treffer, der seine Kaltschnäuzigkeit eindrucksvoll zeigte.
Mit dieser klaren Führung ging es in die Pause. Nach Wiederanpfiff versuchte Maximilian Wilhelm sein Glück mit einem direkten Freistoß, der jedoch links vorbeiging. Müller blieb ein ständiger Unruheherd und scheiterte in der 53. Minute erneut knapp. Doch wenig später belohnte er sich: Nach einem starken Solo setzte er sich gegen zwei Verteidiger durch und vollendete trocken zum 4:0. Zuvor hatte ihn Mittelfeldmotor Jannik Bauer auf die Reise geschickt.
Bogen war nun endgültig geschlagen. Dingolfing kontrollierte das Spiel, ließ defensiv nichts zu und setzte offensiv immer wieder Nadelstiche. In der 87. Minute fiel der Schlusspunkt: Korbinian Stuckenberger schickte Ben Kouame steil, der im Eins‑gegen‑Eins den Torwart ummspielte und zum 5:0 einschob.
Der FCD feierte damit nicht nur einen klaren Heimsieg, sondern auch eine beeindruckende Demonstration seiner Offensivstärke. Die Formkurve zeigt weiter steil nach oben und auch Bogen konnte die Serie des FCD nicht brechen.
FCD-Aufstellung: Tournier – S. Weber, Büchner, Y. Justvan, Nicklas (ab 73. Füllner)- Kehl (ab 67. Stuckenberger), J. Bauer, Wilhelm (ab 83. T. Justvan) – Prebeck-Sanchez (ab 73. L. Wimmer), M. Müller, Hofer (ab 73. Kouame)