
Der FC Dingolfing ist am Freitagabend zu Gast am legendären Roten Steg – einem der stimmungsvollsten und traditionsreichsten Schauplätze der Landesliga Mitte. Um 19 Uhr trifft die Seidl‑Elf auf den FC Bad Kötzting, der sich in dieser Saison nach einem kleinen Umbruch im Sommer stabilisiert hat und mit zehn Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge praktisch gesichert ist. Für den FCD, der dank eines starken Laufs in der Rückrunde auf Rang fünf geklettert ist, bietet sich die Chance, den positiven Trend weiter auszubauen.
Trainer Tom Seidl erwartet eine anspruchsvolle Aufgabe und spart nicht mit Respekt für den Gegner. „Bad Kötzting hat eine gute Mannschaft und eine klare Spielidee. Wir müssen in allen Bereichen voll auf der Höhe sein, um diese anspruchsvolle Auswärtsaufgabe meistern zu können. Ziel ist es selbstverständlich, etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen. Die Mannschaft liefert seit Wochen konstant ab und dafür gebührt ihr ein großes Lob, denn die personelle Lage ist seit geraumer Zeit wieder mal alles andere als rosig.“
Die Ausgangslage ist klar: Dingolfing möchte bis zum Saisonende weiter nach oben klettern, während die Gastgeber als Tabellenzwölfter ihr Soll erfüllt haben. Das Hinspiel endete mit einem klaren 3:0 für den FCD – ein Ergebnis, das Mut macht, auch wenn die jüngere Historie zeigt, dass Dingolfing am Roten Steg selten leichtes Spiel hatte. Für viele FCD‑Anhänger bleibt das Duell dennoch ein Highlight, nicht zuletzt wegen der besonderen Atmosphäre in der Casino-Stadt.
Der Gastgeber hat im Sommer einen kleinen Umbruch gemeistert. Mit Miroslav Spirek und den beiden Hanninger‑Brüdern verließen gleich mehrere prägende Spieler den Verein. Dennoch gelang es dem FCK, eine schlagkräftige Mannschaft zu formen. Besonders im Fokus steht der erst 18‑jährige Lukas Weidlich, der vom SSV Jahn Regensburg kam und in seiner ersten Herrensaison bereits 15 Treffer erzielt hat. Im Mittelfeld zieht der erfahrene Christoph Schwander, früher in der Regionalliga für Vilzing aktiv, die Fäden und verleiht dem Spiel Struktur und Stabilität.
Beim FCD bleibt die Personalsituation angespannt. Defensivallrounder Denis Heinz verletzte sich vor dem Heimspiel gegen Ettmannsdorf am Sprunggelenk und fällt womöglich für den Rest der Saison aus. Maximilian Wilhelm plagt sich mit muskulären Problemen, sein Einsatz ist fraglich. Immerhin kehren mit Korbinian Stuckenberger und Tim Justvan zwei wichtige Akteure zurück. Keine Optionen bleiben weiterhin Christoph Laimer, Lukas Hochstetter, Andreas Eglseder, Marco Beck, Lucas Stachowski und Lukas Berleb.
Trotz der langen Ausfallliste reist Dingolfing mit Selbstvertrauen in den Bayerischen Wald. Die Mannschaft hat in den vergangenen Wochen mehrfach bewiesen, dass sie Ausfälle kompensieren kann und auch in veränderter Besetzung stabil bleibt. Mit einem weiteren Auswärtssieg könnte der FCD seine starke Rückrunde weiter ausbauen.