
Flutlicht, Derby, Maiabend – die Bühne ist bereitet für ein stimmungsvolles Landesliga‑Duell. Am Freitag um 19.30 Uhr gastiert der FC Dingolfing beim SSV Eggenfelden, der sein letztes Heimspiel der Saison bestreitet und sich noch einmal von seiner besten Seite präsentieren möchte. Für den FCD geht es darum, die beeindruckende Rückrunde fortzuschreiben und im Kampf um Rang vier dranzubleiben.
Trainer Tom Seidl blickt mit Respekt, aber auch mit Selbstvertrauen auf die Aufgabe. „Mit dem Verlauf der Frühjahrsrunde sind wir mehr als zufrieden. Trotzdem wird es im Training mittlerweile schon etwas zäh und man merkt, dass sich die Saison dem Ende zuneigt. Im Derby in Eggenfelden müssen wir uns nochmal hochfahren, denn nur mit einer Top‑Einstellung wird dort etwas zu holen sein. Ich rechne mit einem motivierten Gegner, der sich in seinem letzten Heimspiel bestimmt nochmal von seiner besten Seite präsentieren will und fußballerisch ohnehin richtig gut unterwegs ist.“
Ausgangslage: Beide Teams können befreit aufspielen
Eggenfelden hat nach einem Durchhänger in der Rückrunde und einem Trainerwechsel den Klassenerhalt gesichert. Unter dem neuen Coach Philipp Schmidt stabilisierte sich der SSV zuletzt wieder, auch wenn die Rückrunde mit nur elf Punkten deutlich hinter den eigenen Erwartungen zurückblieb. In der Vorrundentabelle lag Eggenfelden noch vor dem FCD auf Rang sieben – ein Beleg dafür, wie viel Qualität grundsätzlich im Kader steckt.
Dingolfing hingegen hat eine gegenteilige Entwicklung genommen. Während beim SSV Sand im Getriebe steckte, zeigte die Formkurve der Blau‑Weißen steil nach oben. Der FCD ist seit Wochen in bestechender Verfassung, feierte zuletzt klare Siege gegen Bad Kötzting (4:0) und Bogen (5:0) und kann mit Rang fünf im zweiten Landesligajahr höchst zufrieden sein. Der vierte Platz ist in Reichweite – Burglengenfeld liegt nur einen Punkt voraus.
Jüngste Historie spricht für den FCD
Seit der Rückkehr in die Landesliga hat Dingolfing alle drei Partien gegen Eggenfelden gewonnen. Auch das Hinspiel war eine klare Angelegenheit: Ein 4:1‑Erfolg, der die damalige Leistungsstärke des FCD eindrucksvoll unterstrich. Dennoch weiß man in Dingolfing, dass Derbys eigene Gesetze haben – und dass der SSV vor heimischer Kulisse traditionell schwer zu bespielen ist.
Der Gegner: viel Qualität trotz schwacher Rückrunde
Eggenfelden verfügt trotz der jüngsten Ergebnisse über mehrere herausragende Offensivspieler. Martin Stoller, Co‑Spielertrainer, kommt auf 13 Tore und acht Vorlagen – ebenso wie Kapitän Simon Schie, der seit Jahren zu den zuverlässigsten Angreifern der Liga zählt. Beide sind jederzeit in der Lage, ein Spiel zu entscheiden. Am vergangenen Wochenende setzte es allerdings eine Niederlage beim FC Teisbach, was den SSV zusätzlich motivieren dürfte, sich im letzten Heimspiel mit einem Erfolgserlebnis zu verabschieden.
Personal: Wilhelm fällt aus
Beim FCD gibt es eine bittere Nachricht: Maximilian Wilhelm hat sich im Abschlusstraining verletzt und wird ausfallen. Ansonsten bleibt die Personallage unverändert – angespannt, aber stabil. Die Mannschaft hat in den vergangenen Wochen mehrfach bewiesen, dass sie Ausfälle kompensieren kann und auch in veränderter Besetzung konstant punktet.
Ausblick
Dingolfing reist am vorletzten Spieltag mit breiter Brust an, Eggenfelden will sich würdig vom eigenen Publikum verabschieden – die Voraussetzungen für ein intensives, emotionales Derby könnten kaum besser sein. Für den FCD geht es darum, die starke Rückrunde zu krönen und im Rennen um die Top‑4 zu bleiben. Die Fans dürfen sich auf einen spannenden Fußballabend freuen.