FCD erneut auswärts gefordert  – FC Dingolfing mit Gastspiel beim Türk Gücü Straubing

Bildunterschrift: Der FC Dingolfing um Younsgter Felix Rem erwartet ein schwieriges Auswärtsspiel in Straubing (Foto: Paul Hofer)

Der FC Dingolfing bleibt in dieser Woche reisefreudig: Nach dem überzeugenden 4:1‑Erfolg in Vornbach führt der nächste Landesliga‑Spieltag die Blau‑Weißen am Samstag um 14 Uhr in die Gäuboden‑Stadt Straubing. Dort trifft der FCD auf Türk Gücü – ein Verein, der sich in den vergangenen Jahren eindrucksvoll entwickelt hat und das Heimspiel im Rahmen des Gäubodenvolksfests vor einer stimmungsvollen Kulisse austragen möchte.

Seidl: „Vor dieser Arbeit kann man nur den Hut ziehen“

Trainer Tom Seidl blickt mit großem Respekt auf den kommenden Gegner: „Souveräner Bezirksliga‑Meister und nach fünf Landesliga‑Spieltagen starke zehn Punkte – vor der Arbeit beim SV Türk Gücü Straubing kann man nur den Hut ziehen. Dort sind fähige Leute am Ruder, und mit Asllan Shalaj hat man einen Trainer, der nicht nur auf dem Platz ein Unterschiedsspieler, sondern auch ein gewiefter Taktiker ist. Wir stellen uns auf ein ganz schweres Auswärtsspiel ein, das wir aber mit großer Vorfreude und selbstverständlich auch mit viel Selbstvertrauen in Angriff nehmen. Ziel ist es, an der Uferstraße nicht leer auszugehen.“

Türk Gücü: Aufsteiger mit klarer Handschrift

Die Straubinger haben unter Spielertrainer Asllan Shalaj eine bemerkenswerte Entwicklung genommen. Der technisch herausragende Linksfuß, einst beim FCD ausgebildet und später in der Junioren‑Bundesliga für den SSV Jahn Regensburg und Wacker Burghausen aktiv, prägt das Spiel seiner Mannschaft sowohl auf dem Platz als auch als Taktikfuchs auf dem Trainingsplatz. 

An seiner Seite agiert Tobias Richter, ebenfalls ein ehemaliger Dingolfinger Jugendspieler, der vergangene Saison von Hankofen nach Straubing wechselte. Gemeinsam bilden sie ein spielstarkes Zentrum, das in der Liga zu den auffälligsten Achsen zählt.

Dazu kommt Kapitän Almir Mesanovic, der in der Vorsaison mit 30 Scorerpunkten maßgeblich zum Aufstieg beitrug. Sein früherer Sturmpartner Ashour Abraham verließ den Verein Richtung Cham, ersetzt wurde er durch den wuchtigen Angreifer Almir Mujcinovic. Der 1,97‑Meter‑Sturmtank traf in der Landesliga bereits für Kosovo Regensburg und TB Roding zweistellig und verleiht der Offensive eine neue Dimension.

Auch aus Dingolfinger Sicht gibt es bekannte Gesichter: Adrian Rexhepi und Drini Kamerolli stammen aus dem Nachwuchs des FCD und tragen inzwischen das Türk‑Gücü‑Trikot. Kamerolli wechselte erst im Sommer aus der U19 der Kreisstädter nach Straubing. 

Historie: Früher Kreisliga, heute Landesliga

Die Entwicklung beider Vereine zeigt sich auch in der gemeinsamen Historie. Vor rund zehn Jahren standen sich Dingolfing und Türk Gücü noch in der Kreisliga gegenüber – heute treffen sie als Landesligisten aufeinander.

Die Bilanz spricht leicht für den FCD: In der Kreisliga gewann Dingolfing beide Duelle, in der Bezirksliga gingen drei der vier Begegnungen an den FCD, eine an Straubing.

Tabellenlage: Spitzenspiel im Gäuboden

Nach fünf Spieltagen steht Türk Gücü mit zehn Punkten auf Rang drei. Der FCD folgt direkt dahinter auf Platz vier – allerdings mit einem Spiel weniger. Es ist ein frühes Spitzenspiel, das für beide Teams richtungsweisend sein kann.

FCD: Selbstvertrauen zurück, Stimmung hervorragend

Dingolfing hat sich mit dem Auswärtssieg in Vornbach eindrucksvoll zurückgemeldet. Die Stimmung im Team ist nach einem starken Fußballjahr ohnehin hervorragend, und die Mannschaft reist mit breiter Brust nach Straubing.

Personal: Tournier fällt aus – Kouame fraglich

Personell gibt es leichte Sorgen: Torhüter Louis Tournier musste in Vornbach verletzt ausgewechselt werden und wird ausfallen. Ben Kouame ist angeschlagen und konnte am Dienstag nicht spielen. Ob der Routinier wieder einsatzfähig ist, entscheidet sich kurzfristig.

Ausblick

Der FCD erwartet ein intensives, emotionales und taktisch anspruchsvolles Auswärtsspiel. Türk Gücü ist heimstark, gut organisiert und individuell stark besetzt. Doch Dingolfing reist mit Selbstvertrauen an die Uferstraße – und mit dem klaren Ziel, auch in der Gäuboden-Stadt nicht mit leeren Händen nach Hause zu fahren.

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