
Der FC Dingolfing hat am legendären Roten Steg ein Ausrufezeichen gesetzt und den FC Bad Kötzting mit 4:0 besiegt. In einer über weite Strecken zähen, von Zweikämpfen geprägten Partie überzeugte die Seidl‑Elf vor allem durch defensive Stabilität und bemerkenswerte Effizienz im Abschluss. „Wir waren heute relativ effektiv und konnten somit einen klaren Auswärtssieg einfahren“, sagte Trainer Thomas Seidl. „Das Spiel war über weite Strecken relativ zäh. Fußballerisch haben wir schon deutlich bessere Auftritte gehabt, aber sehr konzentriert verteidigt. Ein verdienter Sieg, der allerdings etwas zu hoch ausgefallen ist.“
FCD startet aktiver – Justvan trifft nach Standard
Die erste Torannäherung gehörte den Gästen. Marcel Müller tankte sich bis zur Grundlinie durch, fand im Zentrum jedoch keinen Abnehmer. Dingolfing hatte in dieser Phase etwas mehr vom Spiel, ohne jedoch zwingend zu werden. Die Gastgeber verteidigten kompakt, der FCD suchte geduldig nach Lücken.
Nach 20 Minuten fiel dennoch die Führung – und sie passte zur Dingolfinger Effizienz an diesem Tag. Ein Standard von Maximilian Wilhelm segelte in den Strafraum, Yannick Justvan schaltete am schnellsten und drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. Das 0:1 gab dem FCD Sicherheit.
Bad Kötzting meldete sich kurz darauf erstmals gefährlich an. Über Maximilian Drexler gelangte der Ball zu Lukas Weidlich, der aus 20 Metern flach abzog – knapp links vorbei. Es blieb die beste Chance der Gastgeber im ersten Durchgang. Dingolfing verteidigte konzentriert und nahm die knappe Führung mit in die Pause.
Kötzting schnuppert am Ausgleich – Wilhelm antwortet eiskalt
Die zweite Hälfte begann mit einem Schreckmoment für den FCD. Drexler blieb im Zentrum ungedeckt und zog aus 16 Metern ab – der Ball strich hauchdünn am linken Pfosten vorbei.
Doch statt 1:1 hieß es kurz darauf 0:2. In der 51. Minute kam Wilhelm aus der zweiten Reihe zum Abschluss und versenkte den Ball präzise im linken unteren Eck. Ein Treffer, der den Gastgebern sichtbar den Wind aus den Segeln nahm.
Dingolfing blieb defensiv stabil und vorne eiskalt. Als Kötztings Nico Hiebl nach seinem zweiten taktischen Foul die Gelb‑Rote Karte sah, kippte die Partie endgültig.
Prebeck‑Sanchez entscheidet die Partie – zweimal sehenswert
Nun wurde es deutlich. In der 70. Minute fasste sich Fabian Prebeck‑Sanchez aus halblinker Position ein Herz und jagte den Ball mit einem wuchtigen Schuss ins Kreuzeck – ein Traumtor zum 0:3.
Nur wenige Minuten später legte der Flügelflitzer nach. Diesmal kam er über die rechte Seite, zog nach innen und schlenzte den Ball technisch stark ins lange Eck. Keeper Vogl streckte sich vergeblich – 0:4. Zwei Treffer, die seine starke Form eindrucksvoll unterstrichen. Der Flügelflitzer steht nun in seiner ersten Landesliga-Saison bei zehn Treffern.
Abgeklärt zum Auswärtssieg
In der Schlussphase verwaltete der FCD das Ergebnis souverän. Bad Kötzting war nach dem Platzverweis nicht mehr in der Lage, den nötigen Druck aufzubauen, während Dingolfing die Räume klug bespielte und defensiv nichts mehr zuließ.
Am Ende stand ein klarer 4:0‑Erfolg, der die Dingolfinger Effektivität und defensive Reife widerspiegelte. Der FCD bleibt damit in der Rückrunde auf Kurs und setzt ein weiteres Ausrufezeichen im Kampf um die oberen Tabellenplätze.
FCD-Aufstellung: Thanner – Nicklas, Y. Justvan, Büchner, S. Weber – J. Bauer, Kehl (ab 74. Stuckenberger), Wilhelm (ab 84. T. Justvan) – Hofer (ab 83. L. Wimmer), M. Müller (ab 84. Kouame), Prebeck-Sanchez