FCD beißt sich am FC Amberg die Zähne aus – Tabellenführer bleibt auch im zehnten Spiel in Folge ungeschlagen – Gastgeber verteidigen leidenschaftlich

 

Bildunterschrift: Der FC Dingolfing um Fabian Prebeck-Sanchez musste sich in Amberg mit einem torlosen Remis begnügen (Foto: Paul Hofer)

Der FC Dingolfing hat seine Ungeschlagen-Serie ausgebaut, musste sich beim FC Amberg aber mit einem torlosen Remis begnügen. Der Tabellenführer hatte über weite Strecken mehr Ballbesitz, fand gegen die kompakte Defensive der Gastgeber jedoch nur selten eine Lücke. Amberg verteidigte mit großem Einsatz und hatte in beiden Spielabschnitten die Chance auf den Lucky Punch. 

„Wir haben definitiv kein schlechtes Spiel gemacht, hatten viel Ballbesitz, etliche Standards und Strafraumaktionen. Amberg hat aber leidenschaftlich verteidigt, fast immer ein Bein dazwischenbekommen und hatte in beiden Halbzeiten jeweils eine Top-Chance. Daher müssen und können wir mit dem Ergebnis leben“, bilanzierte FCD-Trainer Tom Seidl.

Der Tabellenführer übernahm von Beginn an die Kontrolle und setzte früh erste Akzente. Noch keine Minute war gespielt, als Lemberger aus rund 20 Metern abzog. Sein Schuss rauschte allerdings über das Tor. Kurz darauf musste Ambergs Schlussmann Peterson erstmals eingreifen: Marcel Müller kam aus dem Getümmel zum Abschluss, doch der Keeper parierte den Flachschuss. Die Gastgeber standen tief, machten mit zwei kompakten Defensivblöcken die Räume eng und kamen in der Anfangsphase kaum über die Mittellinie. Dingolfing ließ den Ball laufen, tat sich aber schwer, aus der Überlegenheit klare Torchancen zu entwickeln.

Auch Hofer fand zunächst keine Lücke. Aus spitzem Winkel wurde der Abschluss des Dingolfingers schwierig. Der Ball strich am kurzen Pfosten vorbei.

Nach einer Viertelstunde meldete sich die Heimelf mit ihrer bis dahin besten Gelegenheit zurück. Ein erster Schussversuch wurde abgeblockt, der Ball sprang zu Meier. Der Rechtsverteidiger kam aus aussichtsreicher Position zum Abschluss, scheiterte aber an FCD-Keeper Louis Tournier. Damit war Amberg endgültig in der Partie angekommen und gestaltete das Geschehen in der Folge offener.

Dingolfing blieb dennoch im Vorwärtsgang. Außenverteidiger Fischer versuchte es mit einem Schuss von der linken Seite, brachte Peterson damit aber nicht ernsthaft in Bedrängnis. Wenig später suchte Hofer mit einem Steckpass Müller in der Tiefe. Die Zuspielung geriet einen Tick zu steil, sodass Peterson den Ball aufnehmen konnte. Auch ein weiterer Angriff über Hofer brachte nicht den gewünschten Ertrag: Sein Abschluss aus dem rechten Strafraumwinkel wurde zur Ecke abgeblockt. Kurz darauf fand Hofers Flanke von rechts den Kopf von Jannik Bauer. Dessen Versuch strich etwa einen halben Meter am linken Pfosten vorbei. So ging es torlos in die Kabinen.

Auch nach dem Seitenwechsel suchte Dingolfing den Weg nach vorne. Nach 45 Sekunden zog Jannik Bauer aus rund 20 Metern ab. Der Ball verfehlte das Tor um etwa einen Meter auf der linken Seite. Nach rund einer Stunde bot sich Dingolfing die bis dahin beste Möglichkeit der zweiten Halbzeit. Nach einer Flanke kam Daniel Hofer aus etwa sieben Metern zum Kopfball. Der Abschluss ging relativ zentral auf das Tor, sodass Peterson parieren konnte. Der FCD erhöhte anschließend den Druck und erarbeitete sich Ecke um Ecke. Eine lang gezogene Hereingabe fand auf der gegenüberliegenden Seite Lemberger, dessen scharfen Querball Amberg klärte.

Mit zunehmender Spielzeit biss sich der Spitzenreiter immer mehr an der Kara-Elf die Zähne aus. Amberg verteidigte leidenschaftlich, warf sich in die Zweikämpfe und hielt die Räume vor dem eigenen Tor konsequent eng. Die Gastgeber blieben dabei auch mit ihren Vorstößen gefährlich.

In der Schlussphase bot sich dem FC Amberg sogar die Chance auf den Lucky Punch. Bucher kam aus rund sechs Metern frei zum Schuss, doch Tournier reagierte stark und verhinderte mit einer Fußparade den möglichen Rückstand.

Damit blieb es beim torlosen Unentschieden. Amberg verdiente sich den Punkt mit einer disziplinierten Defensivleistung und den eigenen Großchancen. Der FC Dingolfing bleibt zwar auch im zehnten Spiel in Folge ungeschlagen, konnte seine Spielkontrolle aber nicht in einen Treffer ummünzen. Mit dem Punktgewinn bauen die Blau-Weißen dennoch den Vorsprung an der Spitze aus. Die Seidl-Equipe hat nun ein Polster von drei Punkten auf Verfolger Burglengenfeld. 

FCD-Aufstellung: Tournier – Nicklas, Laimer, Büchner, J. Fischer – Eglseder (ab 64. S. Weber), Lemberger (90. D. Heinz), J. Bauer – Hofer (ab 85. Stachowski), M. Müller (ab 90. A. Bauer), Prebeck-Sanchez (ab 78. Meindl) 

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