
Das Testspiel zwischen dem FC Dingolfing und dem Bayernligisten SV Erlbach wurde am Donnerstagabend von einem dramatischen Zwischenfall überschattet. In der 55. Minute sackte ein Spieler der Gäste plötzlich zusammen und blieb regungslos liegen. Innerhalb weniger Sekunden wurde klar, dass es sich um einen medizinischen Notfall handelte. Nur durch das sofortige und entschlossene Eingreifen einer Zuschauerin, die jahrzehntelang als Krankenschwester tätig war, konnte eine Katastrophe verhindert werden. Sie leitete umgehend lebensrettende Maßnahmen ein, bis der Rettungsdienst eintraf.
Schiedsrichter Ilirjan Morina (FSV Landau) brach die Partie nach Rücksprache mit beiden Mannschaften ab.
Bis zum Abbruch hatte der Landesligist eine starke Vorstellung gezeigt. Erlbach hatte zwar etwas mehr Ballbesitz, fand gegen die kompakte Dingolfinger Defensive jedoch kaum Lösungen. Die Blau‑Weißen setzten die gefährlicheren Akzente. Die Neuzugänge Stefan Lemberger, Johannes Fischer und Felix Rem feierten ein gelungenes Startelfdebüt.
Die erste große Chance gehörte Dingolfings Marcel Müller, dessen Abschluss ein Erlbacher Verteidiger auf der Linie klärte. Kurz vor der Pause belohnte sich der FCD für seinen mutigen Auftritt: Ben Kouame setzte sich stark durch, legte mustergültig auf Fabian Prebeck‑Sanchez. Dieser umspielte den Keeper und schob zum 1:0 ein. Direkt nach Wiederbeginn hatte Daniel Hofer das 2:0 auf dem Fuß. Der Erlbacher Torwart Egon Weber war aber auf dem Posten und entschärfte den Abschluss.
Wenig später trat der Fußball jedoch vollständig in den Hintergrund. Dingolfings Teammanager Tom Auer fand nach dem Abbruch klare Worte: „Fußball wird bei so einem Vorfall völlig zur Nebensache. In solchen Momenten zählt nur der Mensch. Wir wünschen dem Erlbacher Spieler alles erdenklich Gute und vor allem eine vollständige Genesung.“