
Die SG Dingolfing hat ihr Gastspiel beim SSV Weng mit 1:4 verloren. Eine Niederlage, die in ihrer Höhe zu hoch ausfiel, aber die Kräfteverhältnisse in den entscheidenden Momenten widerspiegelt: Während die SG über weite Strecken das Spiel kontrollierte, nutzte Weng seine Möglichkeiten eiskalt aus.
Sportchef Sercan Cördük sah einen starken Beginn seiner Mannschaft: „Wir sind sehr gut ins Spiel gestartet, haben von der ersten Minute an die Kontrolle übernommen und uns kleine Chancen herausgespielt.“ Doch der erste Nadelstich kam von den Gästen. In der 10. Minute setzte sich Andreas Reitmayer auf der linken Seite gegen zwei SG‑Verteidiger durch und schlenzte den Ball ins lange Eck – das bis dahin überraschende 0:1.
Die SG ließ sich davon nicht beirren. Dingolfing übernahm erneut die Kontrolle, spielte mutig nach vorne und belohnte sich in der 33. Minute: Luca Ewert steckte perfekt durch, Sharif Habibi blieb im Eins‑gegen‑Eins eiskalt und schob zum verdienten 1:1 ein.
Doch Weng schlug erneut zu. In der 41. Minute nutzten die Gäste einen schnellen Durchbruch über die rechte Seite, Reitmayer vollendete in der Mitte zum 1:2. Kurz vor der Pause folgte der nächste Rückschlag: Nach einer Ecke fehlte die Zuordnung und Stephan Maier köpfte zum 1:3 ein. „Der Halbzeitstand war in der Höhe definitiv zu hoch“, so Cördük.
Zur zweiten Halbzeit stellte Trainer Bajraktari um und brachte Spielmacher Jawad Danishyar für einen Verteidiger – ein klares Zeichen für mehr Offensive. Die SG dominierte nun noch deutlicher, Weng zog sich tief zurück und verteidigte mit allem, was zur Verfügung stand. Dingolfing erspielte sich mehrere gute Möglichkeiten, zwei davon hochkarätig, doch die Chancen blieben ungenutzt.
„Wir waren deutlich öfters am Ball, jedoch fehlt uns der letzte Punch vor dem Tor“, sagte Cördük. „Weng war defensiv orientiert und hat alles sehr gut wegverteidigt.“ Ein Extralob gab es für den Unparteiischen: „Der Schiedsrichter hatte das Spiel jederzeit unter Kontrolle.“
In der 85. Minute vergab die SG eine weitere Großchance, ehe Weng in der Schlussminute den Deckel draufmachte: Ein Querpass rutschte unter den Armen von Keeper Michael Sigl hindurch, Ludwig Killermann schob ins leere Tor ein – das 1:4.
„Unterm Strich ist der Sieg für Weng verdient, weil sie ihre Chancen genutzt haben und wir aus unserem Ballbesitz zu wenig gemacht haben“, fasste Cördük zusammen. „Das müssen wir abhaken und es im nächsten Spiel wieder besser machen. Wir können das definitiv besser.“
Die SG‑Reserve verlor ihr Spiel trotz mehrfacher Führung mit 3:4. Besonders bitter gleich zwei Treffer wurden der Reserve aberkannt. Spielerisch zeigte die Mannschaft dennoch gute Ansätze und hätte mindestens einen Punkt verdient gehabt.