
Einen wilden Ritt bekamen die Zuschauer am Samstag beim Duell zwischen dem VfR Moosthenning und der Spielgemeinschaft aus Türk Gücü und FC Dingolfing geboten. Nach 90 intensiven Minuten trennten sich beide Teams mit einem leistungsgerechten 3:3-Unentschieden.
Dabei hatte die SG durchaus die Chance, alle drei Punkte mitzunehmen. „Wir waren spielbestimmend und hatten über weite Strecken mehr Anteile vom Spiel. Moosthenning hat es aber auch gut gemacht, daher geht die Punkteteilung in Ordnung“, betonte Teammanager Sercan Cördük. Doch schon in der ersten Halbzeit wurde deutlich, dass es ein nervenaufreibender Nachmittag werden würde. Beim Stand von 0:0 vergaben die Gäste zunächst einen Elfmeter – und kassierten kurz darauf das 1:0, als ein Pressball zwischen Torwart und Stürmer unglücklich ins eigene Netz trudelte.
Nach dem Seitenwechsel blieb die SG tonangebend und drehte die Partie: Rinos Bajraktari avancierte zum Mann der Stunde und traf erst mit einem sehenswerten Freistoß zum 1:1, ehe er nach einem gelungenen Angriff sogar die 2:1-Führung erzielte. Doch die Freude währte nur kurz – Moosthenning schlug zurück, drehte mit zwei schnellen Treffern die Partie und lag plötzlich mit 3:2 vorne.
Die SG bewies Moral: Milad Danyshar fasste sich ein Herz und schlenzte den Ball per Distanzschuss ins Tor – der umjubelte 3:3-Ausgleich. In der Schlussphase kochten die Emotionen noch einmal kurz hoch: Nach einer vermeintlichen Notbremse kam es zu einem kleinen Tumult, in in dessen Folge ein Dingolfinger die Rote Karte sah, während ein Moosthenninger mit Gelb davonkam. „Abgesehen von dieser Szene war es aber ein sehr faires Spiel“, stellte Cördük klar.
Am Ende blieb es beim leistungsgerechten Remis. „Die drei Punkte waren für uns definitiv drin, aber wir können mit einem Zähler auch gut leben“, bilanzierte der Teammanager.