
Das letzte Heimspiel der Saison bot einen würdigen Rahmen für einen besonderen Moment: Der FC Dingolfing verabschiedete mehrere Spieler aus dem Landesliga‑Kader, die den Verein in den vergangenen Jahren sportlich wie menschlich geprägt haben. Die Zuschauer im Isar‑Wald‑Stadion honorierten die Leistungen der scheidenden Akteure mit langem, herzlichem Applaus.
Gleich zu Beginn wurde es bei Yannick Justvan emotional, der nach zwei starken Jahren den Verein verlässt. Auer erinnerte daran, wie schnell sich der Defensivspezialist zu einer festen Größe entwickelte. „Yannick war zwei Jahre lang ein absoluter Stabilitätsfaktor für uns. Er hat sich vom ersten Tag an voll mit dem Verein identifiziert. Auf dem Platz zuverlässig, in der Kabine ein Gewinn – Yannick ist ein Typ, der immer alles gibt.“ Justvan wagt den Schritt in die Bayernliga.
Auch sein Cousin Tim Justvan wurde verabschiedet. Er war erst vor der Saison zum FCD gestoßen, hinterließ aber trotz der kurzen Zeit Eindruck. Den Kreativspieler zieht es zurück zu seinem Heimatverein SV Wörth. „Tim war nur ein Jahr bei uns, aber er hat sofort gezeigt, welch positiver Charakter er ist. Er hat sich menschlich perfekt eingefügt und sportlich viel Potenzial. Sein beruflicher Schritt ist absolut nachvollziehbar.“
Für Frode Füllner endete nach zwei Jahren seine Zeit in Dingolfing. Nach viel Spielzeit im ersten Landesliga‑Jahr verlief die zweite Saison schwieriger. „Frode kam mit uns in die Landesliga und hat im ersten Jahr enorm viel beigetragen. Heuer war es vor allem aufgrund von Verletzungen schwieriger, aber sein Einsatz war immer da. Dass er eine neue Herausforderung sucht, ist völlig in Ordnung. Er bleibt ein Teil unserer Fußballfamilie.“
Mit Bastian Thanner verlässt ein Torhüter den Verein, der in zweieinhalb Jahren jede Rolle angenommen hat – als Nummer eins wie auch als Herausforderer. „Basti war ein Muster an Zuverlässigkeit – egal in welcher Funktion. Er hat jede Rolle angenommen und gelebt.“ Wie bei Füllner ist bei Thanner das anvisierte Ziel noch offen.
Besonders lang anhaltender Applaus galt Korbinian Stuckenberger, einem echten Dingolfinger Eigengewächs. Seit der D‑Jugend trug er das FCD‑Trikot, nun zieht es ihn aus beruflichen Gründen zu einem unterklassigen Verein. „Korbo ist ein FCD´ler durch und durch – sportlich und charakterlich ein Vorbild für jeden, der bei uns groß wird. Dass er aus beruflichen Gründen den fußballerischen Aufwand zurückfährt, verstehen wir natürlich. Die Tür zum FCD bleibt für ihn immer offen.“
Mit Marco Beck verabschiedete der FCD einen weiteren Spieler, der seit der D‑Jugend im Verein war. Wiederkehrende schwere Verletzungen verhinderten eine größere sportliche Karriere, doch Beck blieb stets ein wichtiger Teil der Mannschaft. „Marco ist seit über zwölf Jahren Teil unserer Fußballfamilie. Verletzungen haben ihm leider oft den Weg verbaut, aber er hat nie seine Haltung verloren. Sportlich wertvoll, menschlich einer der besten Charaktere der letzten Jahre. Umso mehr freut es uns, dass er uns als Teammanager erhalten bleibt.“
Zum Abschluss wurde Julian Kehl verabschiedet, der seit 2017 zu den prägenden Figuren der Mannschaft gehörte. Beruflich zieht es ihn ins Ausland. „Ju war neun Jahre lang einer der wichtigsten Typen in unserer Mannschaft – sportlich wie menschlich. Seine Rückkehr damals war eine der besten Entscheidungen des Vereins in der jüngsten Vergangenheit. Für ihn ist der Schritt ins Ausland eine große Chance. Sein Platz bei uns bleibt frei – und sein Trikot reserviert.“
Tom Auer brachte es am Ende auf den Punkt: „Wir bedanken uns bei allen für ihren Einsatz und wünschen ihnen bei ihren neuen Herausforderungen viel Glück. Als familiärer Verein heißen wir sie stets herzlich bei uns willkommen.“
Ebenfalls erhielt Co-Trainer Alex Hofner eine Präsent zur Verabschiedung. „Alex war über zehn Jahre an der Seitenlinie aktiv und hat bei uns einen hervorragenden Job gemacht. Im Verein genießt er eine sehr große Wertschätzung. Daher hoffen wir, dass wir ihn nach der wohl verdienten Pause wieder für den FCD gewinnen können.“