
Die SG aus Türk Gücü und FC Dingolfing III musste sich dem TSV Kirchberg auf heimischem Platz mit 1:4 geschlagen geben. Vor allem die Effizienz der Gäste machte an diesem Nachmittag den Unterschied: Während die SG ihre Möglichkeiten nicht konsequent genug nutzte, zeigte sich Kirchberg vor dem Tor eiskalt. Mann des Spiels war der routinierte Torjäger Manuel Eberl, der die ersten drei Treffer für die Gäste erzielte.
Die Partie begann intensiv. Beide Mannschaften gingen entschlossen in die Zweikämpfe, zunächst fand die SG etwas besser ins Spiel. Die erste gefährliche Aktion gehörte allerdings den Gästen: In der achten Minute konnte der SG-Torhüter einen Distanzschuss nicht festhalten. Manuel Eberl stand goldrichtig und verwertete den Abpraller zum 0:1.
Nur drei Minuten später schlug Kirchberg erneut zu. Wieder war Eberl zur Stelle und erhöhte auf 0:2. Die SG zeigte jedoch eine gute Reaktion: In der 14. Minute setzte sich Erhan Bagci im Strafraum durch und schob den Ball durch die Beine des Torhüters zum 1:2-Anschluss ins Netz.
Dingolfing bekam dadurch zunächst Auftrieb und hielt sich längere Zeit in der gegnerischen Hälfte auf, ohne sich jedoch zwingende Möglichkeiten zu erspielen. Kirchberg blieb dagegen bei seinen Angriffen gefährlich und nutzte in der 22. Minute die nächste Gelegenheit. Erneut war Eberl erfolgreich und stellte mit seinem dritten Treffer auf 1:3.
In der Folge verlagerte sich das Geschehen zunehmend ins Mittelfeld. Viele intensive Zweikämpfe und nur wenige klare Torchancen prägten die verbleibende Zeit bis zur Pause.
Auch nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste den besseren Start. Die SG war offenbar noch nicht richtig zurück auf dem Platz, als Kirchberg schnell kombinierte und Spielmacher Martin Loibl aus zentraler Position zum 1:4 abschloss. Damit war die Vorentscheidung gefallen.
Die Bajraktari-Elf gab sich dennoch nicht auf und kam im weiteren Verlauf zu einigen Möglichkeiten. Im letzten Drittel fehlten jedoch die Präzision und die Konsequenz, um noch einmal heranzukommen. Kirchberg verteidigte konzentriert und blieb bei Gegenstößen gefährlich.
Sportchef Sercan Cördük sah die entscheidenden Gründe für die Niederlage vor allem in der eigenen Fehleranfälligkeit und der Chancenverwertung: „Wir haben uns die ersten drei Gegentore selbst aufgelegt. Kirchberg war eiskalt, wir nicht. Von den Chancen her war mehr drin, aber uns fehlt im letzten Drittel die Konsequenz. Unterm Strich ist der Sieg für Kirchberg verdient, auch wenn er etwas zu hoch ausfällt. Die Bissigkeit im Mittelfeld und die Chancenverwertung haben das Spiel entschieden. Für das letzte Spiel in diesem Jahr müssen wir ein anderes Gesicht zeigen“, lautete Cördüks Fazit.
Die Partie der zweiten Mannschaft kam nicht zustande. Der TSV Kirchberg sagte das Spiel kurzfristig ab, da er keine spielfähige Mannschaft stellen konnte. Die SG-Reserve erhält damit die drei Punkte kampflos.