
Vor einer der anspruchsvollsten Aufgaben der Saison steht die SG Türk Gücü/ FC Dingolfing III am Sonntag. Um 16 Uhr gastiert der Aufsteiger beim TSV Pilsting, der derzeit souverän die Tabelle anführt. Die Partie ist dabei nicht nur sportlich interessant: Zahlreiche Spieler des Tabellenführers haben eine Dingolfinger Vergangenheit und sorgen für eine besondere Verbindung zwischen den beiden Vereinen.
In Pilsting wird seit Jahren gute Arbeit geleistet. Auch der Abstieg aus der Kreisliga hat den Verein nicht aus der Bahn geworfen. Unter Spielertrainer Ben Sußbauer hat sich die Mannschaft kontinuierlich entwickelt. Sußbauer selbst war über Jahre Führungsspieler beim FC Dingolfing und bringt seine Erfahrung nun in Pilsting ein.
Im Sommer kam mit Timo Sokol ein weiterer Spielertrainer hinzu, der ebenfalls seine Jugend beim FCD verbrachte. Komplettiert wird das Trainerteam durch Co-Spielertrainer Julian Schwägerl, der einst als Landesliga-Torhüter für Dingolfing aktiv war.
Auch im Kader gibt es zahlreiche Namen mit Dingolfinger Vergangenheit. Jonas Sturany, Felix Bendzko und Leo Aigner fanden den Weg zurück zum Heimatverein Pilsting. Dazu kommen weitere Akteure mit Dingolfinger Vergangenheit wie Topstürmer Markus Biersack, der sich im Sommer den TSV anschloss. Tobias Kieler und Paul Heubl gehörten in der vergangenen Saison zur Meistermannschaft des FC Dingolfing II. Komplettiert wird die Garde der ehemaligen FCD´ler von Julian Schindlbeck, Thomas Bukenberger und Jonathan Pollinger.
Pilsting setzt zugleich auf den eigenen Nachwuchs. Youngster Johannes Gerstl ist dafür ein gutes Beispiel: Mit zehn Toren und drei Vorlagen gehört er zu den gefährlichsten Offensivspielern der Liga.
Für SG-Teammanager Mahmut Maral ist die Ausgangslage klar. „Das wird ein richtig dickes Brett, das wir bohren müssen“, sagt er mit Blick auf den Tabellenführer. „Die Stärken des Gegners sind bekannt, entsprechend groß ist auch der Respekt. Wir wollen uns aber nicht vorab geschlagen geben, sondern dem Favoriten ein enges Match liefern.“
Dafür müsse die SG vor allem diszipliniert verteidigen und die eigenen Fehler abstellen. Zuletzt zeigte der Aufsteiger beim 5:0 in Großköllnbach, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Nun wartet mit dem Tabellenführer allerdings ein Gegner von anderem Kaliber.
Die SG will sich in Pilsting dennoch nicht verstecken. Gegen den Spitzenreiter bietet sich dem Aufsteiger die Gelegenheit, seine Entwicklung unter Beweis zu stellen – und den zahlreichen bekannten Gesichtern auf der anderen Seite einen echten Härtetest zu liefern.