Tabellennachbarn treffen aufeinander – SG Dingolfing empfängt den SV Wendelskirchen

Bildunterschrift: Dingolfings Spielertrainer Rinos Bajraktari ist top in Form und steht bei neun Toren und zwölf Vorlagen (Foto: Werner Kroiss)

 

Am Sonntag um 15 Uhr kommt es zum Duell zweier unmittelbarer Tabellennachbarn: Die SG aus Türk Gücü und FC Dingolfing III empfängt den SV Wendelskirchen. Der SVW liegt mit 13 Punkten auf Rang sieben, Türk Gücü folgt mit einem Zähler weniger auf Platz acht. Während die Gastgeber mit dem 5:0-Auswärtssieg in Großköllnbach viel Selbstvertrauen gesammelt haben, steht Wendelskirchen nach drei Niederlagen in Folge unter Druck.

Für den SVW hat sich die Ausgangslage damit deutlich verschärft. Der gute Saisonstart ist nach den jüngsten Rückschlägen egalisiert, nur drei Punkte trennen die Mannschaft noch vom Relegationsplatz. In Dingolfing erwartet Teammanager Mike Kößler eine schwierige Aufgabe – insbesondere wegen der offensiven Qualität der Gastgeber. „Die Stärke von Türk Gücü liegt sicherlich im Angriff. Mit Bajraktari, Habibi und Ibel haben sie starke Kräfte, die wir in Schach halten müssen, wenn wir etwas mitnehmen wollen“, sagt Kößler. Gleichzeitig fordert er von seiner Mannschaft, wieder enger zusammenzurücken: „Wir müssen uns auf unsere eigenen Stärken besinnen und geschlossen auftreten.“

Erschwert wird die Aufgabe dadurch, dass der SVW erneut personell improvisieren muss. Verletzungen und Abwesenheiten sorgen weiterhin für einen dünnen Kader.

Türk Gücü geht dagegen mit Rückenwind in das Duell. Beim 5:0 in Großköllnbach zeigte die Mannschaft ihre bislang stärkste Saisonleistung und setzte vor allem offensiv wie defensiv ein Ausrufezeichen. Teammanager Mahmut Maral sieht darin eine Bestätigung der Arbeit der vergangenen Wochen: „Wir haben in Großköllnbach das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Wir wollten die Fehler in der Defensive abstellen und vorne konsequenter mit unseren Chancen umgehen. Das haben die Jungs sehr gut gemacht. Aber darauf dürfen wir uns jetzt nicht ausruhen“, betont Maral.

Vor dem SVW hat er großen Respekt. „Wendelskirchen ist für mich einer der Vorzeigevereine im Landkreis. Fast alle Herrenspieler kommen aus der eigenen Jugend, und der Verein schafft es auch, Spieler ins Ehrenamt einzubinden. Das ist eine hervorragende Basis. Man sieht auch auf dem Platz, dass der SVW seit Jahren eine gute Rolle in der Kreisklasse spielt und sich auch vom Abstieg nicht aus der Bahn werfen ließ.“

Auch Spielertrainer Lukas Wittmann, der vom FCD zu seinem Heimatverein zurückgekehrt ist, hat sich beim SVW schnell zu einer wichtigen Stütze entwickelt.

Während bei den ersten Mannschaften die Ausgangslage eng ist, verfolgt auch die jeweilige Reserve klare Ziele. Die zweite Mannschaft des SV Wendelskirchen will dem Spitzenreiter Pilsting weiter auf den Fersen bleiben, muss dabei allerdings erneut einige Leistungsträger an die Erste abgeben. Bei Türk Gücü stimmen die Ansätze, an der Konstanz soll jedoch weiter gearbeitet werden.

Damit treffen am Sonntag zwei Teams aufeinander, die trotz unterschiedlicher Vorzeichen nur einen Punkt trennt. Türk Gücü will den Schwung des 5:0-Erfolgs bestätigen, Wendelskirchen nach drei Niederlagen die Trendwende schaffen. Für Spannung ist beim Duell der Tabellennachbarn damit gesorgt.

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