
Am Sonntag um 15 Uhr empfängt der FC Dingolfing den FC Sturm Hauzenberg zum Spitzenspiel der Landesliga Mitte. Der FCD geht als Tabellenzweiter in das Duell mit dem Dritten, der nur einen Punkt hinter den Dingolfingern liegt. Beide Mannschaften haben aus den vergangenen fünf Spielen vier Siege und ein Remis geholt.
„Zweiter gegen Dritter, bestes Fußballwetter – die Vorzeichen vor dem Match gegen Hauzenberg könnten nicht recht viel besser sein“, sagt FCD-Trainer Tom Seidl. „Hauzenberg hat eine starke Mannschaft, die taktisch sehr variabel agiert, spielerisch gut ist und viel Speed in der vorderen Linie hat. Auf uns kommt eine anspruchsvolle Aufgabe zu, der wir uns aber gerne stellen und auf die wir uns freuen.“
Der letztjährige Bayernligist hat sich in den vergangenen Wochen in guter Verfassung präsentiert und zuletzt auch Tabellenführer Burglengenfeld mit 4:1 geschlagen. Für Seidl ist deshalb klar, dass seine Mannschaft gefordert sein wird: „Gegenüber den letzten beiden Heimauftritten müssen wir uns zweifellos wieder steigern. Das traue ich den Jungs aber zu und wir können mit breiter Brust in dieses Duell gehen, bei dem wir punkten wollen.“
Hauzenberg steht dabei auch für Kontinuität in der Vereinsarbeit. Markus Reischl ist seit vielen Jahren als Sportchef tätig, Alexander Geiger wechselte nach elf Jahren als Trainer in die sportliche Leitung. Cheftrainer Dominik Schwarz geht bereits in seine fünfte Saison.
Auch personell verfügt der Tabellendritte über viel Qualität. Zwar fehlt mit Christoph Taxinger der zentrale Mittelfeldspieler gesperrt, dennoch bietet Hauzenberg zahlreiche gefährliche Offensivkräfte auf. Spielmacher Luca Canales Uhrmann gibt dem Spiel Struktur. Der erst 19-jährige Joris Wagner kommt bereits auf acht Tore und drei Vorlagen. Bastian Schmid hat neun Scorerpunkte gesammelt. Routinier Manuel Mader, der unter anderem Regionalliga-Erfahrung beim SV Schalding-Heining besitzt, steht bei fünf Treffern und zwei Vorlagen.
Der FCD selbst liegt mit 25 Punkten einen Zähler hinter Tabellenführer Burglengenfeld und hat zudem noch ein Nachholspiel in der Hinterhand. Die bisherigen Punktverluste kassierte die Seidl-Elf gegen Burglengenfeld, die TG Straubing und den 1. FC Passau – allesamt Mannschaften aus dem oberen Tabellenbereich. Nach dem überzeugenden 3:0 beim 1. FC Bad Kötzting soll nun auch gegen Hauzenberg die Leistung stimmen.
Personell fehlt Stefan Weber aus privaten Gründen. Nicht zur Verfügung stehen weiterhin die Langzeitverletzten Ben Kouame, Lukas Hochstetter und Felix Rem sowie Adrian Reif.
FCD sagt Danke: „Blaulicht-Tag“
Das Spitzenspiel steht zugleich im Zeichen des Ehrenamts. Der FC Dingolfing veranstaltet erstmals in seiner Vereinsgeschichte einen „Tag der Hilfs- und Rettungskräfte“ und möchte damit all jenen Danke sagen, die sich ehrenamtlich für andere einsetzen.
Eingeladen wurden unter anderem die Feuerwehren, die BRK-Ortsgruppen, das THW und die Johanniter. Alle ehrenamtlich Aktiven aus Hilfs- und Rettungsorganisationen erhalten gegen Vorlage eines Mitgliedsausweises oder in Uniform freien Eintritt. Dabei gilt die Einladung ausdrücklich nicht nur für Organisationen aus Dingolfing.
Vorstandssprecher Walter Strohmaier erklärt den Hintergrund: „Als ein rein im Ehrenamt geführter Verein wissen wir um die Bedeutung aller ehrenamtlich Tätigen und haben deshalb alle, die bei einer Hilfs- oder Rettungsorganisation in unserer Heimat ehrenamtlich aktiv sind, bei freiem Eintritt zu unserem Heimspiel eingeladen.“
Der FCD wolle damit vor allem seine Wertschätzung zum Ausdruck bringen: „Wir wollen damit Danke sagen an all diejenigen, die 24/7 für uns und unsere Gesellschaft da sind, wenn irgendwo Not ist.“
Für den FCD geht es sportlich derweil um wichtige Punkte im Rennen um die vorderen Plätze. Zweiter gegen Dritter, dazu zwei Mannschaften mit zuletzt jeweils vier Siegen und einem Remis – die Voraussetzungen für ein enges Landesliga-Duell sind gegeben.