
Am Samstag wartet auf den FC Dingolfing das nächste Spitzenspiel in der Landesliga. Um 14 Uhr empfängt die Mannschaft von Trainer Tom Seidl den 1. FC Passau im altehrwürdigen Isar-Wald-Stadion. Beide Vereine sind 2024 gemeinsam in die Landesliga aufgestiegen und haben sich seitdem in der neuen Spielklasse etabliert. Nun treffen sie als Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel aufeinander.
„Passau und wir sind 2024 gemeinsam in die Landesliga aufgestiegen und beide Mannschaften haben seither eine positive Entwicklung genommen“, sagt Tom Seidl. „Die FCler sind spielerisch richtig gut unterwegs und ich traue diesem Team definitiv zu, bis zum Schluss ganz vorne mitzumischen. Wir wollen unseren Teil dazu beitragen, dass es eine interessante Partie wird, die wir selbstverständlich erfolgreich bestreiten wollen.“
Passau mit viel Qualität
Die Drei-Flüsse-Stadt reist mit einem stark besetzten Kader nach Dingolfing. Einer der wichtigsten Offensivspieler ist Noah Aklassou. Das Passauer Eigengewächs ist im Verein fest verwurzelt, inzwischen selbst als Nachwuchstrainer tätig und damit auch für viele junge Spieler ein Vorbild. Seine Qualitäten vor dem Tor sind ohnehin bekannt: In der vergangenen Saison erzielte Aklassou 15 Treffer, in der laufenden Spielzeit hat er bereits viermal getroffen.
Dahinter sorgt unter anderem Spielmacher Jan Wehner für Gefahr. Der Mittelfeldspieler kommt bereits auf fünf Scorerpunkte. Auch im Trainerteam gab es im Sommer Veränderungen. Der langjährige Passauer Maximilian Moser rückte in den Trainerstab auf, während Spielertrainer Patrick Choroba von der SpVgg Hankofen kam. Choroba bringt Erfahrung aus höheren Spielklassen mit und stand unter anderem beim SC Verl und bei der SG Sonnenhof Großaspach in der 3. Liga auf dem Platz.
Mit Johannes Stingl verfügt Passau zudem über einen weiteren Spieler mit interessanter Vita. Der Mittelfeldspieler wurde beim TSV 1860 München, beim SSV Jahn Regensburg und beim FC Augsburg ausgebildet, ehe es ihn nach Niederbayern zurückzog. Zuvor spielte er beim Nachbarn TSV Hauzenberg.
FCD mit vier Siegen in Serie
Auch der FC Dingolfing geht mit viel Selbstvertrauen in das Duell. Vier Ligaerfolge hintereinander stehen für die Seidl-Elf zu Buche. Nach zehn Spielen rangiert der FCD mit 21 Punkten auf Platz zwei und damit nur einen Zähler hinter Spitzenreiter Burglengenfeld. Zudem hat Dingolfing weiterhin eine Partie weniger absolviert.
Passau folgt mit 19 Punkten auf Rang vier. Damit ist die Ausgangslage vor dem elften Spieltag klar: Beide Mannschaften wollen den Anschluss an die Tabellenspitze halten.
Die jüngere Bilanz spricht ebenfalls für ein enges Duell. In den vergangenen Begegnungen gab es zwischen Dingolfing und Passau kein Unentschieden. In der vergangenen Saison setzte sich jeweils die Auswärtsmannschaft mit 1:0 durch.
Kouame-Ausfall trübt die Stimmung
Ganz ungetrübt ist die Stimmung beim FCD trotz der starken Serie allerdings nicht. Mit Ben Kouame fällt nach seinem Kreuzbandriss ein wichtiger Unterschiedsspieler langfristig aus. Bereits zuvor hatte sich mit Lukas Hochstetter der Goalgetter der Mannschaft dieselbe schwere Verletzung zugezogen.
Für Tom Seidl ist es damit erneut eine Situation, in der wichtige Spieler ausfallen. Während seiner Zeit in Dingolfing musste der erfahrene Trainer bereits mehrfach mit personellen Rückschlägen umgehen. Bislang fand die Mannschaft jedoch immer wieder Lösungen und hielt den eingeschlagenen Kurs.
Neben Kouame steht auch Felix Rem bis zur Winterpause studienbedingt nicht zur Verfügung. Dafür kehrt Stefan Weber nach seiner krankheitsbedingten Pause in den Kader zurück.
So trifft am Samstag ein FCD auf einen Passauer Gegner, der ebenfalls Ambitionen im oberen Tabellenbereich hat. Beide Mannschaften kennen sich noch aus gemeinsamen Landesliga-Anfangstagen – diesmal geht es jedoch um wichtige Punkte im Kampf um die vorderen Plätze.