Ligaalltag ruft nach Pokal-Highlight – FC Dingolfing vor schwerem Auswärtsspiel in Ettmannsdorf

Bildunterschrift: Nach dem Pokalhighlight wartet für den FC Dingolfing wieder der Ligaalltag (Foto: Paul Hofer)
Viel Zeit zum Durchschnaufen bleibt dem FC Dingolfing nach dem Pokal-Highlight gegen die SpVgg Unterhaching nicht. Bereits am Freitagabend um 17.45 Uhr wartet mit dem SV Schwandorf-Ettmannsdorf die nächste anspruchsvolle Aufgabe auf die Seidl-Elf. Nach dem besonderen Fußballabend am Dienstag heißt es für den FCD schnell wieder, den Fokus auf den Ligaalltag zu richten.
„In Schwandorf treffen wir auf einen Gegner, der momentan etwas unkonstant in seinen Leistungen ist. Wir haben aber in der Vergangenheit schon das eine oder andere Mal leidvoll erfahren, was passieren kann, wenn Rothut, Grünauer, Schmidt und Kameraden ins Rollen kommen“, weiß Trainer Tom Seidl um die Qualität der Gastgeber. Gleichzeitig ist dem FCD-Coach bewusst, dass die Partie auch körperlich eine Herausforderung wird: „Kräftemäßig wird es nach dem Pokalspiel am Dienstag auch eine Challenge, die wir aber annehmen und mit etwas Zählbarem im Gepäck die Heimreise antreten wollen.“
Ettmannsdorf mit viel individueller Qualität
Dass der SV Schwandorf-Ettmannsdorf derzeit nur auf Rang 13 steht, sagt wenig über die individuelle Qualität des Kaders aus. In allen Mannschaftsteilen verfügt der Gastgeber über erfahrene und gefährliche Spieler.
Im Tor hat sich mit Wolfgang Hesl ein langjähriger Rückhalt und ehemaliger Zweitliga-Profi verabschiedet. Sein Nachfolger Michael Herrmann kennt die Landesliga bereits und kam in der vergangenen Saison auf elf Einsätze.
Im Mittelfeld zieht Lukas Rothut die Fäden. Der Stratege gibt das Tempo vor und lenkt das Spiel der Gastgeber. In der Offensive ist Thomas Stowasser eine zentrale Figur. Der Angreifer wurde in den Nachwuchsleistungszentren des FC Augsburg und des SSV Jahn Regensburg ausgebildet und erzielte in der vergangenen Saison 28 Treffer. Auch Jeremy Schmidt und Kevin Grünauer gehören seit Jahren zu den verlässlichen Offensivkräften. Schmidt kam in der vergangenen Saison auf zehn Tore und 18 Vorlagen, Grünauer steuerte acht Treffer und zwölf Assists bei.
An der Seitenlinie steht Christian Most, der in seine zweite Saison als Cheftrainer geht. Unterstützt wird er von Florian Tausenpfund, der während seiner aktiven Zeit unter anderem bei Sandhausen und Heidenheim Drittliga-Erfahrung sammelte.
FCD oben dabei
Der FC Dingolfing geht als Tabellenzweiter in die Partie. Der Rückstand auf Spitzenreiter Burglengenfeld beträgt drei Punkte, zudem hat der FCD noch ein Nachholspiel in der Hinterhand. Hinter den Dingolfingern ist das Klassement eng. Passau liegt punktgleich, weitere Mannschaften befinden sich nur wenige Zähler dahinter.
Ettmannsdorf steckt dagegen im unteren Tabellenbereich, hat aber bereits gezeigt, dass die Mannschaft jederzeit für eine Überraschung gut ist. So bezwang der SVE unter anderem Türk Gücü Straubing mit 5:4. Zuletzt kassierten die Schwandorfer allerdings zwei Niederlagen.
Entwicklung spricht für Dingolfing
Auch die vergangenen direkten Duelle zeigen, wie sich der FC Dingolfing entwickelt hat. Nach dem Wiederaufstieg musste sich der FCD in beiden Begegnungen geschlagen geben. In der vergangenen Saison folgte auswärts ein Unentschieden, ehe Dingolfing das Heimspiel knapp für sich entschied.
Mit drei Heimsiegen in Serie und dem couragierten Pokalauftritt gegen Unterhaching reist die Seidl-Elf nun mit entsprechendem Selbstvertrauen nach Schwandorf. Die Herausforderung besteht auch darin, die Kräfte nach dem Pokalabend schnell wieder zu bündeln.
Rem fehlt – mehrere Fragezeichen
Personell muss der FCD definitiv auf Felix Rem verzichten. Der Youngster, der im bisherigen Saisonverlauf mit unbekümmertem Auftreten auf sich aufmerksam gemacht hat, hat sich für ein Auslandssemester verabschiedet und steht damit im weiteren Jahresverlauf nicht zur Verfügung.
Ob Fabian Prebeck-Sanchez und Andreas Eglseder nach ihren Verletzungen wieder mitwirken können, ist äußerst fraglich. Auch hinter dem Einsatz von Stefan Weber steht ein Fragezeichen. Der Verteidiger fehlte zuletzt krankheitsbedingt.
Für den FC Dingolfing wartet damit die nächste Bewährungsprobe. Nach dem besonderen Pokalabend gilt es, die positiven Eindrücke mitzunehmen, gleichzeitig aber wieder die für den Ligaalltag nötige Konzentration aufzubringen. In Ettmannsdorf dürfte es vor allem darauf ankommen, die gefährliche Offensive der Gastgeber in Schach zu halten.

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