SG Dingolfing macht Meisterschaft perfekt – Entscheidung am grünen Tisch – Spielgemeinschaft krönt außergewöhnliche Saison

Bildunterschrift: Große Freude bei der Dingolfinger Spielgemeinschaft: nach einer starken Saison krönte sich die Bajraktari-Elf zum Meister (Foto: Mahmut Maral)

Vier Tage vor dem offiziellen Saisonende stand der Meister der A‑Klasse Dingolfing fest: Die SG Türk Gücü / FC Dingolfing III profitierte vom Nichtantritt des TSV Niederviehbach, der das Auswärtsspiel beim Tabellenführer aus Personalmangel absagte. Die SG erhielt damit kampflos drei Punkte und war rechnerisch nicht mehr einzuholen.

Für Teammanager Mahmut Maral fühlt sich der Titelgewinn dennoch ungewohnt an: „Die Jungs hätten das gerne auf dem Platz entschieden – vor unseren Fans, die uns die ganze Saison über unterstützt haben. Trotzdem schmälert das nicht die Leistung. Wir haben uns diesen Titel über Monate hart erarbeitet und darauf können wir stolz sein.“

Umbruch im Sommer – und eine Mannschaft, die zusammenwächst

Der Erfolg ist umso bemerkenswerter, weil die SG im Sommer wichtige Leistungsträger verlor. Mit Dardan Bajraktari, Enes Camur und Blerton Dobra wechselten drei zentrale Spieler. Der Kader wurde mit jungen Akteuren aus der SG‑Kooperation mit dem FC Dingolfing und dessen Breitensportabteilung ergänzt.

Maral beschreibt die Herausforderung so: „Uns war klar, dass wir nach dem Umbruch schnell eine Einheit werden müssen. Wir haben jede Woche eine Spielerversammlung abgehalten und sind nach jedem Spiel zusammen gesessen. Das Trainingslager hat uns enorm zusammengeschweißt. Dieser Zusammenhalt war unser größter Trumpf.“

Schlüssel zum Erfolg: Disziplin, Entwicklung – und ein Spielertrainer als Leitfigur

Maral betont die Entwicklung der Mannschaft: „Die Jungs haben in Sachen Mentalität und Disziplin einen großen Schritt gemacht. Wir haben gleich mehrere Spiele ohne Gegentor absolviert und am Ende auch die entscheidenden Spiele knapp, aber auch verdient für uns entschieden.“

Eine zentrale Rolle spielte Spielertrainer Rinos Bajraktari, der mit 14 Toren und 30 Vorlagen herausragende Zahlen lieferte. Maral findet klare Worte: „Rinos ist nicht nur ein starker Spieler, sondern ein echter Antreiber. Er lebt den Fußball, gibt der Mannschaft Struktur und fordert Disziplin. Die Spieler folgen ihm, weil sie sehen, wie viel er selbst investiert. Wir haben auch schon andere Zeiten erlebt, als nur eine Handvoll Spieler auf dem Platz stand. Heute kommen regelmäßig über 20 Mann ins Training. Daran hat er großen Anteil.“

Spielgemeinschaft als sozialer Anker

Neben dem sportlichen Erfolg sieht die SG ihre Rolle auch im gesellschaftlichen Bereich. Die Mannschaft vereint Spieler aus unterschiedlichen kulturellen Hintergründen und bietet vielen jungen Dingolfingern eine sportliche Heimat. Maral formuliert es so: „Wir haben Spieler aus ganz verschiedenen Lebenswegen. Uns ist wichtig, ihnen nicht nur sportlich, sondern auch menschlich Orientierung zu geben. Wir wollen ihnen helfen, ihren Weg in der Gesellschaft zu finden. Dass wir abseits des Rasens positive Geschichten schreiben, macht uns besonders stolz.“

Blick nach vorne: Klassenerhalt als realistisches Ziel

Für die kommende Saison in der Kreisklasse bleibt die Zielsetzung bewusst bodenständig.

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