
Der FC Dingolfing hat seine beeindruckende Formkurve bestätigt und beim starken Aufsteiger DJK Vornbach einen hochverdienten 3:1‑Auswärtssieg gefeiert. In einer intensiven, temporeichen und für Landesliga‑Verhältnisse außergewöhnlich hochwertigen Partie setzte sich die Seidl‑Elf dank klarer Struktur, mutigem Umschaltspiel und einer bemerkenswerten Effizienz durch. „Wir haben heute viel von dem umsetzen können, was wir uns vorgenommen hatten“, lobte Trainer Tom Seidl. „Kompliment an die Jungs, die top verteidigt haben und zahlreiche gute Momente nach vorne kreierten. Ein absolut verdienter Sieg.“
Ein Spiel, das sofort Fahrt aufnimmt
Beide Mannschaften mussten auf mehrere Stammkräfte verzichten, doch der Qualität tat das keinen Abbruch. Von der ersten Minute an entwickelte sich ein intensives Duell . Vornbach zeigte sich sowohl kampfstark als auch auf spielerische Lösungen bedacht und demonstrierte damit deutlich, weshalb man als Aufsteiger so eine gute Rolle spielt. Doch der FCD war ebenfalls gut eingestellt. Der Plan der Trainer sollte schon früh aufgehen.
Bereits in der fünften Minute schlug Dingolfing zu. Nach einem Ballgewinn an der Mittellinie schaltete der FCD blitzschnell um. Fabian Prebeck‑Sanchez wurde auf außen freigespielt, legte präzise nach innen, wo Marcel Müller frei vor Keeper Weiß auftauchte und trocken ins rechte Eck einschob. Ein Auftakt nach Maß – und ein Musterbeispiel für das Dingolfinger Umschaltspiel.
Der FCD blieb am Drücker. Wieder profitierte die Seidl‑Elf von einem Fehlpass der DJK, ein Steilpass aus dem Mittelfeld setzte Müller erneut zentral in Szene. Diesmal blieb Weiß Sieger. Kurz darauf folgte die nächste Großchance: Nach einem Konter landete der Ball bei Prebeck‑Sanchez, der Weiß umkurvte, den Ball vorbeispitzelte und abschloss – doch Bruckbauer rettete spektakulär auf der Linie.
Dingolfing blieb gefährlich. Prebeck‑Sanchez trieb den Ball über links, fand Müller, der sich in der Drehung stark behauptete und den Ball weiterleitete. Für Jannik Bauer wurde jedoch der Winkel zu spitz. Auf der Gegenseite meldete sich Vornbach erstmals ernsthaft an: Spannbauer zog nach innen und schloss aus 20 Metern flach ab, doch Louis Tournier war zur Stelle.
Kurz vor der Pause bot sich dem FCD die nächste Riesenchance. Maximilian Wilhelm steckte perfekt auf Florian Büchner durch, der querlegte auf Müller. Der Angreifer schloss aus zentraler Position ab, setzte den Ball aber knapp rechts vorbei. Es war die letzte Szene eines ersten Durchgangs, in dem Dingolfing die deutlich besseren Chancen hatte.
Vornbach kommt besser aus der Kabine – FCD antwortet eiskalt
Nach Wiederanpfiff gehörten die ersten beiden Abschlüsse den Gastgebern, doch der FCD blieb stabil. Dann setzte Müller ein Ausrufezeichen: Über links angespielt, drehte er sich ein, ließ gleich drei Verteidiger stehen und schloss flach ab – Weiß parierte erneut stark.
Nach einer Stunde fiel das 2:0 – und wieder war es ein Musterbeispiel für Dingolfings Umschaltstärke. Vornbach verlor vorne den Ball, Julian Kehl schlug einen langen Pass in den Lauf von Prebeck‑Sanchez. Der Offensivmann kreuzte geschickt vor dem Abwehrspieler und schob abgeklärt unten links ein.
Doch Vornbach steckte nicht auf. Nach einer Ecke herrschte Tohuwabohu im Strafraum, ein FCD‑Akteur ging unglücklich dazwischen – Elfmeter. Daniel Fuchs verwandelte sicher oben rechts. Die Partie war wieder offen.
Dingolfing zeigt Reife – und findet die perfekte Antwort
Die Antwort des FCD ließ nicht lange auf sich warten. Nach einem strittigen Zweikampf ließ der Schiedsrichter Vorteil laufen, Dingolfing konterte über rechts, der Ball kam scharf nach innen, ein Abwehrspieler grätschte vorbei – und Prebeck‑Sanchez schob zum 3:1 ein. Es war der Treffer, der die Partie endgültig in Richtung der Gäste kippte.
Dingolfing blieb gefährlich. Ein Freistoß von Wilhelm aus halbrechter Position zwang Weiß zu einer Glanzparade, der Keeper lenkte den Ball über die Latte. Kurz darauf steckte Ben Kouame stark auf Müller durch, der aus kurzer Distanz zweimal an Weiß scheiterte.
In der Schlussphase wurde es turbulent. Vornbach kassierte erst eine Zeitstrafe, dann einen Platzverweis – ein Aufbäumen war damit kaum mehr möglich. Dingolfing brachte die Führung souverän über die Zeit.
Mannschaftsabend im Vereinsheim
Am Ende stand ein verdienter 3:1‑Erfolg, der die Reife und Stabilität des FCD unterstrich. Zwei starke Mannschaften lieferten sich ein intensives Duell, doch Dingolfings Plan ging auf. Somit hatte die Seidl-Elf die besseren Umschaltmomente und die zwingenderen Chancen. Die Heimreise trat die Seidl‑Elf mit drei Punkten im Gepäck an – und mit bester Stimmung, denn im Vereinsheim wartete noch ein gemeinsamer Mannschaftsabend. FCD-Funktionär Christian Schramm hatte groß aufgekocht. Anschließend stand ein Spieleabend auf dem Programm.
FCD-Aufstellung: Tournier – D. Heinz (ab 71. Kouame), Y. Justvan, Büchner, S. Weber – J. Bauer, Kehl (ab 79. Füllner), Wilhelm – Prebeck-Sanchez, Müller (ab 82. Wimmer), Nicklas