
Dingolfing (st) Nach den intensiven Wochen mit dem Highlight gegen den TSV 1860 München hat der FC Dingolfing im Ligabetrieb einen kleinen Dämpfer hinnehmen müssen. Gegen den abstiegsbedrohten FC Roding kam die Seidl‑Elf nicht über ein 1:1 hinaus. Angesichts des Spielverlaufs und der eigenen Leistung konnte der FCD mit dem Punkt am Ende gut leben. „Leider waren bei uns die Akkus heute ziemlich leer“, sagte Trainer Tom Seidl. „Roding war sehr bissig, taktisch gut eingestellt und näher am Sieg. Daher müssen und können wir mit dem Unentschieden leben.“
Roding dominiert die Anfangsphase – FCD mit Glück und Thanner
Die erste Viertelstunde gehörte klar den Gästen. Roding setzte Dingolfing früh unter Druck, gewann die Mehrzahl der Zweikämpfe und erspielte sich eine Eckball‑Serie, aus der zwei richtig gute Chancen entstanden. Dann die erste große Rettungstat: Nach einem schnellen Konter tauchte Mukulu Mbangi frei vor dem Tor auf, doch Sebastian Thanner parierte im Eins‑gegen‑Eins stark per Fußabwehr. Der Keeper konnte sich in der Partie gleich mehrmals auszeichnen und Szenenapplaus sammeln. Der FCD wirkte etwas zu schläfrig und war oftmals einen Schritt zu spät. Der Seidl-Equipe fehlten sichtlich die letzten Körner.
Offensiv gelang Dingolfing im ersten Durchgang wenig. Die einzige nennenswerte Möglichkeit entstand nach einer Hereingabe von Daniel Hofer, die Fabian Prebeck‑Sanchez aus zwölf Metern direkt nahm – der Ball ging jedoch über das Tor.
FCD kommt besser aus der Kabine – Zeitstrafe bringt Bruch
Nach der Pause zeigte sich ein völlig anderes Bild. Dingolfing kam wacher, aggressiver und strukturierter aus der Kabine. Ein Distanzschuss von Maximilian Wilhelm aus 22 Metern zwang den Rodinger Keeper zu einer starken Parade, kurz darauf setzte Marcel Müller einen Abschluss knapp am Pfosten vorbei.
Doch die aufkommende Energie wurde abrupt gestoppt: In der 52. Minute sah Julian Kehl eine Zeitstrafe – ein Einschnitt, der dem FCD sichtbar schadete. Die Unterzahl nahm die Blau-Weißen den Spielfluss. Die Partie wurde zunehmend zerfahren, geprägt von vielen Zweikämpfen und wenig Spielfluss.
Führung durch Eigentor – Roding antwortet verdient
In dieser Phase fiel dennoch die Führung für Dingolfing. Ein scharf getretener Standard wurde von einem Rodinger Verteidiger unglücklich ins eigene Tor verlängert – 1:0 für den FCD.
Doch die Freude hielt nicht lange. Roding blieb gefährlich und belohnte sich schließlich für die Vielzahl an Chancen aus der ersten Halbzeit. Kapitän Ederer spielte im Zentrum Yusuf Babat frei, der aus der Distanz abzog und den Ball präzise ins linke untere Eck setzte. Ein sehenswerter Treffer – und angesichts der Spielanteile auch verdient.
Abnutzungskampf bis zum Schluss
In der Schlussphase entwickelte sich ein reiner Abnutzungskampf. Beide Teams waren sichtlich am Limit, klare Torchancen blieben aus. Am Ende stand ein 1:1, das beiden Teams einen Punkt sicherte. Beim FCD feierte Füllner nach dem Kurzeinsatz gegen die Münchner Löwen in den Schlussminuten auch im Ligabetrieb sein Comeback.
FCD-Aufstellung: Thanner – S. Weber, Büchner, Y. Justvan, Niklas (79. D. Heinz)- Kehl (63. Stuckenberger), Wilhelm (71. Eglseder), J. Bauer – Hofer, M. Müller (84. Wimmer), Prebeck-Sanchez (90. Füllner)