FC Dingolfing – SV Kirchanschöring 1:2 (0:1)

FCD verliert ein wichtiges Heimspiel
Jetzt 6 Punkte vom Relegationsplatz entfernt

Der knappe Kommentar von Dingolfings Trainer Peter Krumm nach der 19. Saisonniederlage lautete: „Es reicht einfach nicht für diese Liga.“ Auch wenn die Gastgeber gut mitspielten, so machte Gäste-Torjäger Sebastian Leitmeier den Unterschied aus, der seine Saisontreffer 22 und 23 erzielte. Zwar hatten die Platzherren Chancen durch Marco Jordan (23.) und Christian Spengler (43.), aber der schnelle Leitmeier erzielte zwei blitzsaubere Tore. Zwar konnte Ilija Slisko mit einem Flachschuss aus zwölf Metern in die lange Ecke zum 1:1 ausgleichen (62.), doch die Oberbayern wirkten abgeklärt: „Ein Extralob an unseren Kapitän Alexander Köberich, der ein tolles Spiel gemacht hat“, sagte Gästetrainer Günter Heberle. „Es war ein temporeiches Spiel. Ich kann mir gar nicht erklären, warum Dingolfing solche Probleme hat. Sie haben gut mitgespielt, auch wenn wir die klareren Chancen hatten“, so Heberle, der seinen Torjäger ebenfalls lobte: „Seine individuelle Klasse hat heute den Ausschlag gegeben.“ Kirchanschöring ist mit 43 Punkten jetzt gerettet, während es für Dingolfing schwer wird, noch einen Relegationsplatz zu ergattern.

Aufstellung  FC Dingolfing:
Thomas Dengler, Florian Büchner, Timo Grill, Andreas Eglseder, Christian Ebel, Marco Jordan, Benjamin Sussbauer, Johannes Hausleitner, Ilija Slisko, Markus Leitner (61.Benjamin Obermaier), Christian Spengler

Torfolge:
0:1  
Sebastian Leitmeier   (28.)
1:1   Ilija Slisko   (62.)
1:2   Sebastian Leitmeier   (72.)

Gelb-Rot: Christian Spengler (84./FC Dingolfing/wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter:  Andreas Höcker   (SV Schalding-Heining)
ASS 1: 
Manuel Zacher
ASS 2:  Simon Leitner

Zuschauer:   
60

Bericht aus Kirchanschöring:
Die Partie startete besonders aus Gästesicht relativ ansprechend, denn abermals überließ der Gegner den Kirchanschöringern die Kugel, die damit durchaus etwas anzufangen wussten. Insgesamt agierte der SVK in der Anfangsphase druckvoller, gegen die gebeutelten Niederbayern, die sich bei sechs Punkten Rückstand zu den Relegationsplätzen und nur mehr vier verbleibenden Spielen wohl langsam mit dem Abstieg anfreunden müssen.
Ganz anders die „Anschöringer“ die im Moment vor Leichtigkeit strotzen: Sebastian Leitmeier hob sich nach einer Flanke von Christian Heinrich in die Lüfte, jagte den Ball mit seinem Drehstoß allerdings knapp drüber (23).
Fünf Minuten später war es dann aber soweit für den Goalgetter, der statistisch gesehen alle 100 Minuten trifft in dieser Spielzeit. Christian Heinrich verlängerte einen Abschlag von „Lu“ Hoyer, der beim antizipierenden „Leiti“ landete. Der schüttelte seinen Gegenspieler ab und vollstreckte trocken ins linke untere Eck – 1:0.
In der Folge blieb der Gast aus dem Salzachtal das etwas bessere Team, in Minute 35 wurde es dennoch brenzlig: Christian Spengler brach durch, ging im Duell mit Hoyer aber als Verlierer hervor. Der Schlussmann reagierte klasse per Fußabwehr.
Nach dem Seitenwechsel warfen die kampf- und laufstarken Hausherren alles in die Wagschale – mit Erfolg. Während der „Leiti“ des FC Dingolfing – Sturmspitze Markus Leitner hört auf den gleichen Namen wie sein Gegenüber – per Kopfball noch an der Latte scheiterte (51.), bestraften die Niederbayern elf Minuten später einen Fehler im Spielaufbau des SVK. Ilija Slisko wurde auf Außen freigespielt und versenkte das Leder flach im langen Eck.
Wieder wachgerüttelt folgte die Antwort der Crew um das Traingergespann Heberle/ Aschauer prompt: Wer sonst als Kirchanschörings „Leiti“ entwischte der Hausherrenabwehr nach einem Bernd Eimannsberger-Pass und hielt sogar dem Versuch einer Notbremse eines Dingolfingers stand. Der Knipser entwischte umkurvte Keeper Thomas Dengler und schob ein (72).
Leitmeier ist damit auf dem besten Weg eine bemerkenswerte Marke zu knacken. Mit 23 Buden ist er nun gleich auf mit Pullachs Orhan Akkurt, für den die Saison aufgrund einer Verletzung jedoch gelaufen ist. Für „Leiti“ würde die Torjägerkanone der Landesliga bedeuten, in den Spielklassen von der Kreisliga bis zur Landesliga (inklusive der abgeschafften Bezirksoberliga) bereits Torschützenkönig gewesen zu sein. Sein ärgster Verfolger heißt Dennis Niebauer aus Garching mit „nur“ 18 Treffern.
Wer den SVK kennt weiß allerdings, dass das Kollektiv der Star ist. Und das funktionierte auch in der Schlussphase in Dingolfing. Eher versäumte man die frühzeitige Entscheidung, als ein zweites Gegentor fürchten zu müssen.

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Fotos:   Werner Kroiß