FCD erobert Tabellenführung zurück – Starker Auftritt beim 3:2-Sieg gegen Türk Gücü Straubing

 

Der FC Dingolfing konnte den Patzer von Post Kagers nutzen und die Tabellenführung zurück erobern. Der bisherige Spitzenreiter patzte vor eigenem Publikum gegen den FC Handlab-Iggensbach und musste sich mit 0:2 geschlagen geben. Der FCD hingegen nahm die hohe Auswärtshürde bei Türk Gücü Straubing und konnte sich mit 3:2 durchsetzen. 

Das Trainerteam aus Holger Götz und Heino Corintan schickten ihre Mannen erneut im 4-3-3 auf das Feld. Für Hasan Aytac begann Manuel Wimmer vor der Abwehr und Rinos Bajraktari rutschte vom rechten Flügel eine Position nach hinten. Den offensiven Part übernahm Stephan Liefke.

Es entwickelte sich von Beginn an eine muntere Partie zweier technisch beschlagener Mannschaften. Straubings Winterneuzugang Gabriel Petrea tauchte gleich drei Mal in aussichtsreicher Position vor dem Dingolfinger Tor auf. Der rumänische Ex-Profi fand jedoch in FCD-Schlussmann Julian Schwägerl seinen Meister. Auf Dingolfinger Seite hatte Onur Ünce die erste Torannäherung zu verzeichnen, jedoch verzog der Dribbelkünstler mit links. In der 21. Minute schickte Spielmacher Burim Sadriu den erneut sehr auffälligen Ralph Bischoff auf die Reise. Bischoff scheiterte am Aluminium, jedoch sprang der Ball vor die Füße von Liefke. Dieser behielt die Ruhe und schob cool zur Führung ein.

Kurz darauf bediente Simon Käufl mit einem herrlichen Diagonalball Ünce, der den Ball gekonnt mitnahm. Ünces Schuss konnte im letzten Moment von einem zurückgeeilten Verteidiger geklärt werden.

Auch Sadrius Schussversuch konnte geblockt werden, woraus sich ein Konter entwickelte. An dessen Ende wurde Petrea nach einer schönen Flanke in Szene gesetzt, jedoch verpasste der Kopfball das Tor nur knapp. Wenig später entschärfte Schwägerl einen stark getretenen Freistoß.

Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff spielten die Dingolfinger ihr Tempo aus. Ünce flankte in die Mitte und fand sein Pendant Liefke. Der Wirbelwind blieb ruhig und legte zurück auf Wimmer. Dieser zeigte seine Klasse und Routine, denn die meisten hätten den Ball mit ganzer Wucht Richtung Tor gefeuert. Wimmer hingegen schob den Ball mit viel Übersicht flach ins lange Eck.

Noch vor dem Halbzeitpfiff versuchten es die Gastgeber mit einem Distanzschuss, doch erneut war der Dingolfinger Keeper zur Stelle.

Unmittelbar nach Wiederanpfiff schockten die Hausherren den FCD mit einem schnellen Gegentreffer. Ein Schlenzer von Mihai Tigla senkte sich unhaltbar unter die Latte. Kurz darauf hatte Straubing eine weitere Großchance zu verzeichnen als ihr Linksaußen alleine auf Schwägerl zu lief, seinen Abschluss aber neben das Tor setzte. Auf Dingolfinger Seite zeigte Sadriu seinen Qualitäten bei ruhenden Bällen und zwang den Torhüter nach einem Freistoß zu einer Glanzparade.

In der 56. Spielminute enteilte Bischoff der Abwehr erneut und war im Strafraum nur mit einem Foul zu stoppen. Kapitän Florian Büchner schritt zum Punkt. Auch beim zehnten Elfmeter in der laufenden Liga- und Pokalsaison behielt der Anführer die Nerven.

Das Spiel blieb auch in der Folgezeit spannend mit Chancen auf beiden Seiten. Der eingewechselte Publikumsliebling Martin Abraham brachte neuen Schwung und gleich in seiner ersten Aktion konnte seine Direktabnahme nur knapp geklärt werden. Liefke bat seinen Gegenspieler zum Tanz und zog nach innen, jedoch konnte auch sein Schuss abgewehrt werden. Auch die Gastgeber scheiterten zweimal durch den Ex-Dingolfinger Simon Schweiz knapp am Anschlusstreffer.

Dieser fiel erst in der 89. Minuten als Petrea den Ball ins Tor zirkelte. Die Gäste setzten zu einem Sturmlauf an und das Spiel stand nun auf Messers Schneide. Immer wieder versuchte es Straubing mit hohen Zuspielen, jedoch verteidigte der FCD den Sieg mit viel Herz und Leidenschaft.

„Wir haben es heute zum Schluss unnötig spannend gemacht. Wir müssen in Zukunft auch nach Rückschlägen weiterhin selbstbewusst nach vorne spielen. Nichtsdestotrotz eine starke Vorstellung unsrer Spieler. Dass wir so den Patzer von Post Kagers nutzen konnten, freut uns natürlich noch mehr. Jetzt gilt es die Tabellenführung über die letzten fünf Spiele zu verteidigen.“, berichtet FCD-Coach Holger Götz.

 

 

FCD-Stenogramm bei Tür Gücü Straubing

Aufstellung: Schwägerl – Bajraktari, Johann, Büchner, Käufl – Wimmer, Sußbauer, Sadriu – Ünce (ab 59. Abraham), Bischoff, Liefke

Tore: 1:0 Liefke (21.), 2:0 Wimmer (45.), 2:1 Tigla (47.), 3:1 Büchner (55.), 3:2 Petrea (89.)

Gelbe Karten: Dubei, Ko. Coban, Ka. Coban, Tan, Petra – Sadriu

Schiedsrichter: Matthias Braun mit seinen Assistenten Marco Enger und Martin Mühlbauer

Zuschauer: 120