Unparteiischer für Jubiläumsspiel gegen 1860 steht fest – Regionalligaschiedsrichter Tobias Wittmann leitet die Partie

Große Freude herrschte bei den Schiedsrichtern der Gruppe Isar-Rott, denn mit Tobias Wittmann stellen die Unparteiischen aus den Landkreisen Dingolfing- Landau und Rottal-Inn künftig einen jungen Schiedsrichter in der Regionalliga. Auch seinen Heimatverein dem SV Wendelskirchen erfüllt die Berufung des 22-jährigen Wittmann mit großem Stolz. Wittmann selbst freut sich nun auf die Herausforderung Regionalliga und neue Highlights in seiner immer noch jungen Schiedsrichterkarriere. Eines davon steht bereits in der Vorbereitungsphase an, denn Wittmann wird das Jubiläumsspiel des FC Dingolfing gegen den TSV 1860 München leiten. 

„Ich freue mich riesig auf die Partie. Auf dem Dingolfinger Gelände habe ich meine ersten Schritte als Leistungsschiedsrichter gemacht und daher fühlte ich mich geehrt als der FCD bei mir anfragte, ob ich deren Jubiläumsspiel pfeifen möchte. Ich hoffe natürlich dass dieses Spiel viele Zuschauer besuchen und wir ein schönes Fußballfest feiern können“, blickt Wittmann auf die Partie am 5. Juli. 

Derweil ist es nicht das erste Spiel der Münchner Löwen, dass der Weigendorfer als Unparteiischer begleiten darf. Beim Regionalliga-Derby der Sechziger gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern assistierte Wittmann Bundesligaschiedsrichter Christian Dietz vor 12.500 Zuschauern. Als Hauptschiedsrichter war Wittmann in der Bayernliga unterwegs und hatte sich bereits auf eine weitere Spielzeit in der Spielklasse eingestellt: „Man weiß ungefähr wie man im Schiedsrichter-Ranking platziert sein könnte und auch wie die Saison gelaufen ist. Jedoch entscheidet der Verbandsschiedsrichterausschuss, ob man sich für eine höhere Liga qualifiziert. Dabei spielen neben den Leistungen auf dem Platz auch andere Faktoren wie Fitness, Regelkenntnis oder unsere Verfügbarkeit eine Rolle. Als der Anruf kam, habe ich mich natürlich immens gefreut, da die höchste bayerische Spielklasse immer mein großes Ziel war. Die Botschaft habe ich sofort meinen Assistenten Florian Garr und Markus Erndl mitgeteilt.“ Sein Team ist für Wittmann entscheidend für seinen Erfolg: „Ohne ein funktionierendes Team kannst du als Schiedsrichter keine optimale Leistung liefern. Ich habe mit meinen Jungs hier riesiges Glück und bin froh sie an meiner Seite zu haben.“

In der neuen Spielzeit steht das Gespann gleich mehrfach unter verstärkter Beobachtung. Neben einem größerem Zuschaueraufkommen wird auch bei jedem Match ein Beobachter anwesend sein, der die Perfomance der Schiedsrichter beurteilt. Wittmann versucht den Leistungsdruck positiv zu sehen: „Grundsätzlich sind Beobachter da um uns Schiedsrichter besser zu machen und um uns Lösungswege aufzuzeigen. Dazu gehört auch, dass einem Fehler dargelegt werden und die damit verbundene Analyse um solche Fehler in Zukunft zu vermeiden.“ Dabei will Wittmann seine Art zu pfeifen nicht umstellen: „Man muss sich immer vor Augen führen, dass ich mit meiner Art Spiele zu leiten bis dato sehr erfolgreich war und diese Art demnach nicht ganz schlecht gewesen sein kann. Man muss als Schiedsrichter in gewisser Weise eine ´Marke´ werden und einen eigenen Stil entwickeln. Konkret geht es dabei um Kommunikation, Spielmanagement und Fingerspitzengefühl. Regeln beugen kann natürlich niemand von uns, dennoch gibt es Spielräume in denen jeder unterschiedlich agiert.“

Wittmann hat nun mit 22 Jahren bereits sein großes Ziel erreicht. Dennoch will er weiterhin ehrgeizig bleiben und sich keineswegs auf den faulen Hosenboden setzen. Daher heißt es sich schnell in der Regionalliga zu etablieren um dann neue Ziele in Angriff zu nehmen. Wittmann will nun alles geben um den nächsten Schritt in den DFB-Bereich und damit bezahlten Fußball zu schaffen. Dabei hat Wittmann nie seine Wurzeln vergessen. „Es ist immer wichtig zu wissen, wo man herkommt. Daher kümmere ich mich in unserer Schiedsrichtergruppe auch um die jungen Nachwuchsschiris und um andere organisatorische Punkte. Ich habe einfach das Bedürfnis von all dem, was für mich gemacht wurde, auch ein Stück zurück zu zugeben“, betont Wittmann. Interessierte sind bei der Schiedsrichtergruppe jederzeit herzlich willkommen.