FC Dingolfing – SV Frauenbiburg 2:4 (0:0)

Niederlage bringt FCD auf Relegationsplatz (13.)
FC Dingolfing 70 Minuten lang ebenbürtig

20. FCD- SV Frauenbiburg

Knapp 400 Zuschauer sahen Frauenbiburger Sieg im Derby 

Dingolfing/Frauenbiburg. (sim) Am letzten Samstag fand heuer zum zweiten Mal das gut besuchte Stadt-Derby zwischen FC Dingolfing und der SV Frauenbiburg statt. Frauenbiburg behielt dabei wie schon im Hinspiel auf dem Dingolfinger Kunstrasen-Platz die Oberhand und siegte letztendlich verdient mit 2:4. Dabei sahen die knapp 400 Zuschauer lange Zeit zwei gleichwertige Mannschaften, die mit 0:0 in die Halbzeit gingen. Danach gab es eine tolle zweite Halbzeit, in der zunächst Frauenbiburg durch Markus Leitner mit 0:1 in Führung ging. Kurz danach aber egalisierte Taha Shemsi und der FC Dingolfing war drauf und dran in Führung zu gehen. Doch gelang diese nicht und ab der 68. Minute als Frauenbiburgs Simon Nowak einen Konter mit dem 1:2 abschloss, geriet der Gastgeber ins Hintertreffen. Mit dem Eigentor zum 1:3 und dem 1:4 durch Leitner war das Spiel entschieden. Für den 2:4-Endstand sorgte dann Florian Büchner per Strafstoß.

Unter der souveränen Leitung von Schiedsrichter Michael Sonndorfer von der DJK Eintracht Passau hatten die Gäste in der Anfangsphase mehr Ballbesitz und agierten – mit vielen Querpässen – etwas ruhiger aus einer gesicherten Abwehr heraus. Dingolfing wirkte nervöser. Die erste Chance des Spiels hatte dann Frauenbiburgs Alexander Hoffmann, der eine Ecke aus fünf Metern knapp übers FC-Gehäuse köpfte. Kurze Zeit später versuchte sich Taha Shemsi mit einem Distanzschuss, traf dabei aber den Ball nicht voll. In der 22. Minute stoppte ein Dingolfinger Abwehrspieler den Ball für Simon Nowak, so dass dieser aus 18 Metern einen Lupfer wagte und knapp übers FC-Tor setzte. Ab der 30. Minute aber legte Dingolfing die Nervosität ab, war aggressiver und ging besser drauf. Frauenbiburg dagegen war plötzlich nicht mehr so präsent. Dadurch wurde man nach hinten gedrückt und es ergaben sich im Mittelfeld Räume für Dingolfing. Doch die Dingolfinger Abschlüsse von Phillip Petschko, Shemsi und Tobias Johann waren ungefährlich. Mit einem gerechten 0:0 ging es in die Halbzeitpause.

Nach dem Pausentee aber kamen die Frauenbiburger energischer zurück und belohnten ihre Offensivbewegungen schon nach drei Minuten als ein FC-Abwehrspieler den Ball an Simon Nowak verlor, der mit der Hacke zu Markus Leitner passte, der aus fünf Metern das 0:1 markierte. Aber schon kurz danach jubelte Dingolfing. Denn eine missglückte Kopfball-Abwehr landete direkt vor Shemsi, der aus fünf Metern zum 1:1 abstaubte. Nun sah man einen offenen Schlagabtausch, bei dem Dingolfing immer stärker aufspielte, nach vorne drückte und Frauenbiburg dazu zwang nur mehr über Konter zu agieren. Aber diese Überlegenheit fruchtete nicht. Lediglich Carl Arendt zog einmal nach Sußbauer-Zuspiel aus spitzem Winkel ab, der Ball verfehlte aber. Frauenbiburg wirkte nun bei einer Serie von Dingolfinger Ecken sehr unsicher und der FC-Führungstreffer lag in der Luft. Dann aber, in der 68. Minute, genau zum richtigen Zeitpunkt für Frauenbiburg, leitete Daniel Rabanter mit einem weiten Pass einen Konter ein, den Simon Nowak, nach Berg-Flanke, zum 1:2 abschloss. Dabei nahm er das Spielgerät aus 18 Metern direkt ab und schoss per Dropkick unhaltbar in die Maschen. Dann nahm die Tragödie seinen Lauf und keine fünf Minuten später fiel das 1:3. Dabei wurde der Ball nach einer Frauenbiburger Freistoßflanke von einem Dingolfinger Abwehrspieler so unglücklich an den Pfosten gelenkt, dass er von dort über die Rückseite von Keeper Thomas Dengler ins eigene Tor sprang. Nun war der bis dahin gut spielende FCD restlos bedient und der SVF zeigte seine Stärken. Doch es kam noch dicker, denn Markus Leitner machte per Kopf – nach einer Viehbeck-Flanke – sein zweites Tor zum 1:4. Es gab sogar noch weitere Möglichkeiten für eine höhere Führung, doch Viktor Berg, Johannes Viehbeck und Andreas Voichtleitner scheiterten. Einmal wurde es noch kritisch als FC-Keeper Dengler für ein rotwürdiges Foul lediglich mit Gelb bestraft wurde. In der 84. Minute aber holte der wieselflinke Martin Abraham gegen SV-Keeper Daffner einen Elfmeter raus, den Florian Büchner sicher zum 2:4 verwandelte.

Die zweite Halbzeit war wirklich sehenswert und einem Derby würdig. Letztendlich siegte Frauenbiburg verdient, weil man eben abgebrühter war und sich ein Chancenplus herausspielte. Jedoch hatte Dingolfing auch seine Phasen und mit einem glücklicheren Spielverlauf wäre ein Punktgewinn durchaus möglich gewesen. Durch diese Niederlage liegt Dingolfing zur Winterpause weiterhin im hinteren Tabellendrittel und muss im Frühjahr für die nötigen Punkte zum Klassenerhalt sorgen. Frauenbiburg dagegen kann etwas beruhigter in die wohlverdiente Pause gehen und darf nun erstmalig den Blick nach vorne wagen.

Trainerstimmen:

Wolfgang Biermeier, Trainer FC Dingolfing:
„Zum Spiel selber möchte ich sagen, dass ich jetzt im Nachhinein richtig enttäuscht bin, weil wir meiner Meinung nach bis zur 2:1-Führung für Frauenbiburg die bessere Mannschaft waren. Aber wir haben uns die Tore selber geschossen. Beziehungsweise, wenn ich das dritte Tor anschaue, da fällt der Ball vom Pfosten an den Hintern vom Tormann und dann ins Tor. Aber wer gewinnt, hat Recht und wir haben verloren.“

Michael Selbitschka, Spielertrainer SV Frauenbiburg:
„Es war das erwartet schwere Spiel in Dingolfing. Letztendlich freue ich mich, dass wir das Derby heute für uns entscheiden konnten. Wir werden jetzt versuchen in der Winterpause Energie zu tanken, alle Kräfte zu mobilisieren, und dann unseren Weg in der Frühjahrsrunde genauso weiter zu gehen. Dem FC Dingolfing wünsche ich, dass sie nicht hinten reinrutschen und die Klasse halten können damit nächstes Jahr wieder solche tollen Derbys stattfinden können.“

Aufstellung des FC Dingolfing:
Thomas Dengler, Florian Büchner, Carl Arent, Alexander Hofner, Martin Abraham, Benjamin Sußbauer, Hasan Aytac, Taha Shemsi (ab 78. Tobias Gruber), Tobias Johann, Manuel Schneil, Phillip Petschko (ab 90. Georg Maier)

Aufstellung des SV Frauenbiburg:
Michael Daffner, Alexander Hoffmann, Andreas Voichtleitner (ab 88. Julius Göldner), Manuel Schierl, Fabian Gruber, Jan Bermann, Daniel Rabanter, Leitner Markus (ab 82. Pascal Hartinger), Johannes Viehbeck, Viktor Berg, Simon Nowak

Torfolge:
0:1
  (47.)  Markus Leitner,
1:1  (52.)  Taha Shemsi,
1:2  (68.)  Simon Nowak,
1:3  (73.)  Eigentor,
1:4  (79.)  Markus Leitner,
2:4  (83.)  Florian Büchner, Elfmeter

Schiedsrichter:  Michael Sonndorfer   (DJK Eintracht Passau)

Zuschauer:   200

Die  Tabelle

  1.   SpVgg Osterhofen  20  27  41
  2.   TV Geiselhöring   (Auf)  20  14  37
  3.   ETSV 09 Landshut   (Ab)  20  14  36
  4.   TSV Velden  20  13  36
  5.   SV Frauenbiburg  20   9  35
  6.   TSV Vilsbiburg  20   6  35
  7.   TSV Langquaid  20   5  32
  8.   TSV 1893 Gangkofen   (Auf)  20   5  28
  9.   TSV Abensberg   (Auf)  20 -10  24
10.   SSV Eggenfelden  20   0  23
11.   FC Gergweis  20  -5  23
12.   SpVgg Niederaichbach  20  -7  22
13.   FC Dingolfing   (Ab)  20 -13  22
14.   ASCK Simbach/Inn  20  -6  19
15.   ASV Steinach  20 -19  14
16.   SpVgg Haberskirchen   (Auf)  20 -33  11

 

Bericht und Bild:   Christian Simbeck

bei Standards ist Frauenbiburg immer gefährlich

 

 

 

Vorbericht vom 07. November 2013

Der 20. und zugleich letzte Bezirksliga-Spieltag des Jahres 2013 bringt das Stadtderby als letztes Highlight vor der Winterpause

Spiel wird auf 16:00 Uhr verlegt, da zuvor um 14:00 Uhr die Bundesligamädels des SV  Frauenbiburg ihr Pflichtspiel austragen

 

Das finale Highlight dieser Herbstserie stellt das Stadtderby am Samstag gegen den SV Frauenbiburg dar. Austragungsort und Zeit ist den bevorrechtigten Bundesligamädels geschuldet, die ebenfalls ihr Heimspiel um 14:00 Uhr im Isar-Wald-Stadion austragen. Der Kunstrasenplatz soll somit zum Heimvorteil werden, um den favorisierten Gästen die Punkte abzujagen. Die Frauenbiburger um Trainer Michael Selbitschka sind seit 7 Spieltagen ungeschlagen, haben jedoch genau so wie der FC Dingolfing die letzte Niederlage in Gangkofen erfahren. Trotzdem stehen viele Vorzeichen für einen Erfolg der Frauenbiburger, die mit Abstand das erfahrenste Team der Liga stellen. Der Altersschnitt der Gäste liegt bei über 26 Jahren und damit fünf Jahre über dem des FC Dingolfing. Trotzdem sieht FCD-Trainer Wolfgang Biermeier, der die Vorrundenniederlage gerne wettmachen würde, seine Elf nicht chancenlos. Immerhin blickt man auf eine Reihe siegreicher Kunstrasen-Spiele zurück.

Andreas Eglseder
Innenverteidiger Andreas Eglseder wird beim wichtigen Saisonabschlussderby wegen einer Roten Karte
am vergangenen Samstag in Gangkofen fehlen