Quo vadis, FCD? – Nachholpartie in Degernbach mit richtungsweisendem Charakter

 

Wohin geht die Reise des FC Dingolfing in der Bezirksliga? Nach schwachem Start in die neue Liga haben sich die Blau-Weißen bis an die Tabellenspitze geschossen. Doch nach zuletzt drei Spiele ohne eigenen Sieg hat man die gute Ausgangsposition verspielt. Zwar hegten die Dingolfinger Verantwortlichen zu keiner Zeit Aufstiegsambitionen, jedoch wollte man solange wie es geht den Moment genießen und vorne mitmischen. Durch die Durststrecke erhält die Partie am Samstag in Degernbach  einen richtungsweisenden Charakter. Da auf den vorderen Rängen kein Verein konstant siegen kann, befinden sich Büchner, Kehl und Co immer noch in Schlagdistanz. Bei einer erneuten Pleite droht jedoch ein Abrutschen ins Niemandsland der Tabelle. Vor dem Abstiegsgespenst braucht sich im Isar-Wald-Stadion derweil niemand fürchten, denn elf Punkte beträgt der Vorsprung zum ersten Abstiegsrelegationsplatz. Doch im Fußball kann es schnell gehen, dementsprechend motiviert ist FCD-Coach Holger Götz: „Nach zwei Niederlagen wollen wir natürlich mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause.“

Dabei ist noch ungewiss, ob die Partie überhaupt ausgetragen werden kann. Bereits Ende Oktober fiel das Aufeinandertreffen der beiden Kreisliga-Aufsteiger wortwörtlich ins Wasser. Der Bogner Stadtteilclub musste die Partie zweimal wegen Unbespielbarkeit des Platzes absagen. „Wir haben die Woche normal weitertrainiert und uns auf die Partie vorbereitet,“ berichtet Götz. Eine erneute Spielabsage ist aber durchaus möglich, schließlich musste der ASV auch sein letztes Heimspiel in den März verschieben.

Die Gastgeber kämpfen gegen den Abstieg. Nach einem guten Start machten sich Personalsorgen breit, weswegen Trainer Norbert Kammerl den Klassenerhalt als ähnlichen Erfolg wie den „sensationellen Aufstieg“ einordnet. Nach einem Auswärtssieg in Neufraunhofen setzte es zuletzt eine knappe 0:1-Niederlage beim FC Ergolding. Dort konnte immerhin Torjäger Benedikt Gerl sein Comeback feiern. Nach überstandener Verletzungspause kam der Sturmführer 90 Minuten zum Einsatz.

„Gegen Degernbach haben wir noch etwas gut zu machen, das war unser schwächstes Saisonspiel,“ erinnert sich Götz an das Gastspiel des ASV im Isar-Wald-Stadion. Generell präsentierte sich der FCD bisher auswärts erfolgreicher als vor eigenem Publikum. Im heimischen Stadion zeigten die Blau-Weißen sowohl Gala-Auftritte wie gegen Aufstiegsaspiranten Simbach, aber auch erschreckend schwache Spiele. So auch im Heimspiel am vergangenen Wochenende gegen Gangkofen. Erst nach der Einwechslung von Ralph Bischoff kam Schwung in das Dingolfinger Spiel. Der Wirbelwind kann derzeit aufgrund seines Studiums unter der Woche nicht trainieren und wurde daher als Joker eingesetzt. Trotz vieler Chancen musste man sich dem Schlusslicht geschlagen geben. „Wir wollen wieder über 90 Minuten unsere Leistung abrufen und müssen uns daher deutlich steigern,“ mahnt Götz.

Trotz des schwachen Auftritts stellt sich Götz wie sein Pendant Marco Kenneder schützend vor die Mannschaft: „Wir haben eine intensive und lange Runde hinter uns. Als Aufsteiger schlagen wir uns in der neuen Liga beachtlich und wollen daher die Hinserie erfolgreich abschließen.“

In Degernbach muss man auf Rinos Bajraktari verzichten. Matthias Allmeier und Burim Sadriu stehen noch auf der Kippe.

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