Erneuter Transfercoup beim FCD – Maximilian Wilhelm kehrt zurück – 19-jähriger Linksfuß kickte bereits für den FC Bayern

Letztes Jahr waren Maxi Wilhelm und Rinos Bajraktari noch Kontrahenten – beim nächsten SAR-Cup am 6. Januar könnten sie gemeinsam auflaufen (Foto: Stephan Orlet)

Bereits in der Vorweihnachtszeit können sich die Anhänger des FC Dingolfing freuen. Denn mit der Verpflichtung von Maximilian Wilhelm konnten die Verantwortlichen des FCD erneut einen echten Coup landen. Wilhelm kommt von der SpVgg Landshut ins Isar-Wald-Stadion. Dabei passt er perfekt in das erklärte Beuteschema, denn der 19-Jährige lief bereits in der Jugend im Dress des FCD auf. 

Wilhelm besticht derweil mit einer interessanten Vita. Denn vom FCD ging es im Teenager-Alter zum FC Bayern München. Beim Rekordmeister-Nachwuchs wusste der Linksfuß prompt zu überzeugen und erhielt eine Einladung vom DFB. Auch in der U17-Bundesliga kam Wilhelm für die Münchner zum Einsatz. Dabei wurde Wilhelm von Tim Walter gecoacht, der mit seinem offensiven Spielstil nun auch bei Holstein Kiel in der 2. Bundesliga für Furore sorgt. In der A-Jugend ging es Wilhelm zurück nach Niederbayern. Für die SpVgg Landshut lief der Techniker in der Bayernliga-Jugend auf. Schnell erkannte man auch im Herrenlager der „Spiele“ das Potential und beförderte Wilhelm zur Rückrunde der vergangenen Saison in die Landesliga. Dort wurde er offensiv auf dem rechten Flügel eingesetzt. Auch der neue Landshut Coach Peter Gaydarov schätzte die Vielseitigkeit Wilhelms und so wurde der Linksfuß ins zentrale Mittelfeld beordert. Jedoch durfte Wilhelm bei seinen zehn Landesliga-Einsätzen nur dreimal über die volle Distanz gehen und so schlug die Stunde des FCD. 

„Wir hatten Maxi natürlich schon länger im Blick und freuen uns daher, dass es nun geklappt hat. Mit ihm bekommen wir einen weiteren vielversprechenden jungen Spieler, der den Verein und die Mannschaft bereits bestens kennt“, freut sich Dingolfings sportlicher Leiter Konrad Johann. 

Auch Wilhelm selbst zeigt sich glücklich über seine Rückkehr: „Dingolfing war für mich das Sprungbrett zum FC Bayern und hat auch die Einladung zur Nationalmannschaft ermöglicht. Daran sieht man, welch gute Ausbildung hier in der Jugend statt findet. Auch wenn ich bei Bayern und dann in Landshut war, habe ich nie den Draht zum FCD verloren. Für mich ist Dingolfing sozusagen mein Heimatverein. Der Spiele Landshut wünsche ich für die Zukunft alles Gute und bedanke mich, dass der Wechsel so reibungslos über die Bühne ging.“ 

Wimmer: „Wir haben ein starkes Fundament“

Wilhelm kommt beim FCD in eine intakte Truppe, die aktuell auf dem zweiten Platz rangiert. Derweil will man den Wilhelm-Coup nicht als Start einer Großoffensive verstehen. „Wir wollen unseren eingeschlagenen Weg fortsetzen. Wir haben einen hervorragenden Kader und wollen unseren Spielern die Chance geben sich zu entwickeln“, berichtet Johann. Sein Pendant Teammanager Manuel Wimmer beurteilt die Lage ähnlich: „Unabhängig von der Ligazugehörigkeit steckt im jetzigen Kader noch viel Potential, das wir ausschöpfen wollen. Wir hoffen daher, dass wir die Mannschaft zusammen halten können und streben daher im Sommer kaum Veränderungen im Kader an. Wir haben ein starkes Fundament, mit dem wir hervorragend aufgestellt sind. Obendrein rücken Jugendspieler nach, die wir auch Schritt für Schritt einbauen wollen.“ 

Ebenfalls lassen sich die beiden Köpfe des FCD keine Kampfansage in Richtung Aufstiegsrennen entlocken. „Die Mannschaft hat sich die gute Platzierung erarbeitet und auch verdient. In die Rückrunde gehen wir ohne Aufstiegsdruck. Dennoch sind wir ehrgeizig genug, dass wir mit aller Macht den zweiten Rang verteidigen werden“, gibt Wimmer zu Protokoll. 

Dabei hat man mit Wilhelm eine Waffe mehr. Doch auch dieser übt sich in Bescheidenheit: „Das wichtigste Ziel für mich beim FCD ist, dass ich mich auf und neben dem Platz weiterentwickle. Der Aufstieg wäre natürlich eine Riesensache. Wir werden alles versuchen, dann wird man sehen, was schlussendlich dabei raus springt.“