Heino Corintan will sich mit Aufstieg verabschieden – Torjäger bastelt weiter am eigenen Denkmal – Vorzeitiger Titelgewinn bereits am Wochenende möglich

 

Nur noch drei Spiele, dann heißt es für die FCD-Anhänger Abschied nehmen von ihrem geliebten Torjäger Heino Corintan. Dabei hat sich der sympathische Goalgetter schon längst sein eigenes Denkmal gesetzt. Beeindruckende 141 Mal in sechs Spielzeiten netzte der Torjäger im Dress des FCD ein. Geht es nach dem Sturmtank sollen noch weitere Treffer folgen, schließlich hat Corintan noch ein großes Ziel vor Augen. Der Sturmtank will sich nämlich mit dem Aufstieg in Richtung Marklkofen verabschieden.

Hierfür haben sich die Blau-Weißen eine hervorragende Ausgangssituation erspielt, denn gewinnt man am Samstag um 15 Uhr vor eigenem Publikum gegen den ärgsten Verfolger ASV Degernbach ist man bereits drei Spieltage vor Schluss vorzeitig Meister. Spielertrainer Corintan sieht seine Truppe bestens gewappnet: „Ich habe die Mannschaft in der Trainingswoche sehr konzentriert erlebt. Aber so habe ich sie auch bisher die komplette Spielzeit wahrgenommen, weswegen wir zurecht in der Tabelle oben stehen.“

Gegen den ASV Degernbach wollen sich die Blau-Weißen auf die altbewährten Stärken fokussieren. „Wir werden versuchen defensiv wieder sicher zu stehen und nach vorne unsere Schnelligkeit auszuspielen. Dabei gilt es für uns sowohl von Anfang an konzentriert zu Werke zu gehen, aber auch eine gewisse Lockerheit beizubehalten.“, berichtet Corintan.

Der Sturmtank selber wird dabei aller Voraussicht nach die Rolle des Jokers einnehmen. Nach einem schwachen Start in die Rückrunde zeigte Dingolfings bester Torschütze charakterliche Größe und setzte sich auf die Bank: „Wir hatten zu Rückrundenbeginn nicht mehr die Durchschlagskraft in der Offensive und die Gegner hatten sich auf unser Spiel mit mir als zentralen Stürmer gut eingestellt. Mein Trainerkollege Holger Götz und ich wollten neue Akzente setzen. Die Umstellung zahlt sich immer mehr aus, weil die Mannschaft unsere Vorgaben hervorragend umsetzt.“ Trotz geringerer Einsatzzeit ist dem Stoßstürmer seine Torgefährlichkeit nicht abhanden gekommen, denn in jedem Jokereinsatz war Corintan an einem Tor beteiligt.

Neben seiner Rekordmarke als Spieler könnte Corintan auch auf der Trainerbank Außergewöhnliches vollbringen. Denn nach seinen Stationen in Leiblfing und Pilsting steht der akribische Chefanweiser auch beim Dingolfinger Traditionsverein vor dem Aufstiegscoup. Dabei hat der Strafraumstürmer sein Handwerk von Trainergrößen wie Josef Steinberger, Wolfgang Beller oder Karsten Wettberg gelernt. Zwei Trainer lobt Corintan jedoch besonders: „Man nimmt von jedem Trainer etwas mit, aber unter Thomas Schneider zu trainieren war eine Riesensache und ich konnte viel von ihm lernen. Hervorheben möchte ich auch Konrad Johann, der mich als Jugendspieler zu den Herren geholt hat und dabei immer hinter mir gestanden ist. Ich denke ohne ihn hätte ich es nie so weit geschafft.“

In den letzten Spielen will Corintan nochmal alles für die Mannschaft geben: „Es werden mit Sicherheit drei emotionale Spiele, denn ich habe dem FCD viel zu verdanken. Der FCD ist und bleibt mein Heimatverein.“

Das hinter Coritans Aussagen keine leeren Worthülsen stecken, zeigte Corintan über Jahre auf und neben dem Platz. Auf dem Spielfeld ging er stets mit voller Hingabe zu Werke und auch neben dem Platz engagierte er sich für den Verein. So startet auch seine erfolgreiche Trainerkarriere in der renommierten FCD-Jugend. Unter anderem kickten die heutigen Herrenspieler Tobias Johann und Benjamin Sußbauer unter seinen Fittichen.

Dementsprechend fällt auch sein Fazit aus: „In den sechs Jahren habe ich viel erlebt. Es überwiegen klar die positive Erlebnisse, denn ich hatte eine tolle Zeit beim FCD und konnte viele tolle Menschen und auch enge Freunde kennenlernen.“

Für die FCD-Anhänger zählt Corintan schon längst zu den besten Stürmern der fast einhundertjährigen Vereinsgeschichte. Mit dem Aufstieg würde sich das Kopfballungeheuer wohl endgültig unsterblich machen.