FCD rockt als Aufsteiger die Bezirksliga – Trotz des Höhenflugs bleiben die Verantwortlichen bescheiden – Teammanager Manuel Wimmer im Interview

Der FC Dingolfing rockt aktuell die Bezirksliga! Eine Spieltag vor Ende der Hinserie steht man als Aufsteiger auf den ersten Tabellenplatz. Am Samstag gastiert nun Geiselhöring um 15 Uhr im Isar-Wald-Stadion. Bei einem Sieg könnten die Blau-Weißen ihre Erfolgsserie krönen. Eine beeindruckende Leistung, vor allem wenn man bedenkt, dass man nach zwei Spielen noch ohne eine einzigen Punkt da stand. „Es ist einen schöne Momentaufnahme, dass kann sich auch schnell wieder drehen. Daher müssen wir dran bleiben,“ meint FCD-Teammanager Manuel Wimmer. Wir sprachen mit dem Dingolfinger Urgestein über den Aufwärtstrend beim Dingolfinger Traditionsverein. Wimmer war jahrelang aktiv für den FCD am Ball. Nun leitet er mit Konrad Johann die sportlichen Geschicke und mahnt dabei auch im Hinblick auf die Vergangenheit zur Demut.

Wieso hat der Verein den Umschwung nach dem Absturz in die Kreisliga geschafft?

 

Wimmer: „Man konnte den gesamten Kader nach dem schmerzhaften Abstieg weitestgehend zusammen halten. Die Spieler identifizieren sich voll mit dem Verein und haben auch nach den zwei knapp verpassten Aufstiegen dem FCD die Treue gehalten. Das ist für uns keineswegs selbstverständlich und wir sind den Spieler dafür sehr dankbar. Ausschlaggebend für diese Entwicklung war mit Sicherheit, dass viele ehemalige FCD´ler die sportliche Verantwortung übernommen haben. Unter der Führung von Johann Konrad wurden Trainer engagiert, die bereits selbst für den FCD aufliefen und daher mit viel Herzblut zu Werke gingen bzw. gehen. Diese Leidenschaft übertrug sich auch auf die Mannschaft. Die Verwurzlung mit dem Club zeigt sich ebenfalls in der Vorstandschaft, denn im Ausschuss sind einige Herrenspieler aktiv. Wir haben dort sowohl erfahrene Kräfte sowie viele junge Gesichter, die seit Kindesbeinen FCD´ler sind. Allesamt gehen mit großer Akribie zu Werke und wir haben gemeinsam versucht eine Aufbruchsstimmung zu erzeugen. Der Aufstieg hat diese immens beflügelt und es ist schon eine gewisse Euphorie rund um das Isar-Wald-Stadion zu spüren.“

Wieso kamen die ganzen eigenen Leute wieder zurück?

Wimmer: „Der Verein wird 2018 einhundert Jahre alt und gemeinsam wollen wir den FCD wieder zu alter Stärke führen. Unser Ziel ist es langfristig wieder etwas aufzubauen.  Daher wollen wir den Weg mit entwicklungsfähigen Spielern gehen, die sich mit dem Verein verbunden fühlen. Zum einen wollen wir dabei ehemalige Akteure zurückholen, die charakterlich zur Mannschaft passen. In jüngster Vergangenheit ist es uns bereits gelungen bekannte Gesichter von unserem Weg zu begeistern, da auch die Spieler zu schätzen wissen, was sie am FCD haben.

Und zum anderen gilt es in den kommenden Jahren wieder verstärkt Talente aus unserer Nachwuchsabteilung einzubauen. Unser Jugendleiter David Otto hat hier ganze Arbeit geleistet und aktuell sind wir auch dort auf einem sehr guten Weg. In den unteren Jahrgängen sind wir nach wie vor in den höchsten Ligen und wollen auch mit den A- und B-Junioren auf die höchste Bezirksebene zurück. Diese befinden sich aktuell im Soll und wir hoffen, dass auch dort der Aufstieg glückt.“

Was ist das Erfolgsrezept jetzt in der Bezirksliga?

Wimmer: „Wir haben eine sehr eingespielte Mannschaft, die wir im Sommer quantitativ und qualitativ nochmals verstärken konnten. Unser Trainerteam aus Holger Götz und Marco Kenneder liefert hervorragende Arbeit. Obendrein konnten wir mit Andy Liefke einen jungen und kompetenten Coach überzeugen, die beiden tatkräftig zu unterstützen. Das Trainerteam bietet ein gutes Training und die Spieler gehen mit viel Spaß und Tatendrang zu Werke. Obendrein spornt der Konkurrenzkampf an. Ein ganz wichtiger Faktor ist sicherlich Konrad Johann in seiner Funktion als sportlicher Leiter. Er hält den Laden mit seiner menschlichen Art zusammen und man kann sehr viel von ihm lernen.“

Bleibt der Klassenerhalt das Ziel?

Wimmer: „Vorerst ja. Alle Spiele waren bisher sehr knapp und hätten bei weniger Spielglück auch anders ausgehen können. Sollte die Erfolgsserie bis zum Winter anhalten, kann man dann neue Ziele definieren. Wir wissen aber wo wir herkommen und können daher mit der Situation umgehen, wie auch nach den beiden Auftaktniederlagen. Unser Credo lautet mit Demut und Bescheidenheit den eingeschlagenen Weg zu gehen.“

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