FCD kann Aufstiegsfavoriten ein Bein Stellen – VfB Straubing gastiert in Dingolfing – Reserve mit Heimspiel gegen Loiching

Der FC Dingolfing steht vor seinem letzten Heimspiel in der aktuellen Saison. Anpfiff der Partie ist am Samstag um 17 Uhr. Während es bei den Blau-Weißen nur noch um den symbolischen dritten Platz geht, kämpfen die Gäste des VfB Straubing noch um die Meisterschaft. Das Rennen um Platz 1 ist an Spannung kaum zu überbieten. Zwei Spieltage vor Schluss stehen der VfB und Kontrahent Simbach punktgleich an der Spitze der Bezirksliga West. „Der VfB muss bei uns unbedingt gewinnen, jedoch wollen wir versuchen der Spielverderber zu sein und dem Aufstiegsfavoriten ein Bein stellen. Nach dem Erfolg in Abensberg wollen wir einen erfolgreichen Auftritt zu Hause folgen lassen, wobei mit Straubing natürlich eine absolute Topmannschaft in Dingolfing aufkreuzt. Die Zuschauer dürfen sich sicherlich auf ein interessantes Spiel freuen“, blickt FCD-Coach Holger Götz auf die Partie. 

Bei den Gästen hat sich ausgerechnet im Saisonendspurt der Wurm eingeschlichen. Nach acht Spielen ohne Niederlage setzte es ausgerechnet daheim gegen das Schlusslicht aus Gangkofen eine Pleite. In den nachfolgenden Partien konnten man auch gegen Langquaid und Velden keinen Dreier landen, weswegen man nun in Dingolfing die Trendwende herbei führen will. Bei der Mission Landesligaaufstieg vertraut die Mannschaft von Teammanger Bert Hierl mit Severin Muthmann und Lorenz Dobruna auch auf zwei ehemalige FCD-Jugendspielern. Generell besticht der Kader um den Regionalliga-erprobten Spielertrainer Lucas Altenstrasser mit starken Fußballern. Bezeichnend dafür ist das torgefährliche Sturmduo aus Ahmed Ademov (15 Tore) und Aaron Bice (12 Tore).

Wie die Gäste durchlebte auch der FCD eine Durststrecke. In Ergolding und daheim gegen Vilsbiburg zeigten die sonst so spielfreudigen Dingolfinger zwei blutleere Auftritte. Umso besser war der erfrischende Auftritt in Abensberg, wo man sich mit 4:2 durchsetzen konnte. Trotz des Sieges wird der FCD wieder mit einer neuen Startelf auflaufen müssen, denn das Verletzungspech zwingt das Trainerduo aus Holger Götz und Marco Kenneder zum Formationswechsel. „Wir haben leider einige angeschlagene und verletzte Spieler. Jedoch haben wir einen breiten Kader und vertrauen den nachrückenden Akteuren voll und ganz“, berichtet Götz. Eine Option könnte nach achtwöchiger Verletzungspause Julian Kehl sein, der zuletzt zweimal über die volle Distanz in der Reserve zum Einsatz kam. „ Es hat sich sehr gut angefühlt nach acht Wochen endlich wieder auf dem Platz zu stehen und 90 Minuten zu spielen. Ich konnte Spielpraxis sammeln, welche ich nach dieser Pause dringend brauche“, erzählt der Mittelfeldstratege. Dabei macht auch das lädierte Sprunggelenk immer weniger Probleme, wie Kehl berichtet: „ Nach drei Wochen Training bin ich nun fast schmerzfrei und kann wieder voll angreifen. Jedoch weiß ich auch, dass ich noch lange nicht bei meinem Stand vor der Verletzung angelangt bin. Daher muss ich weiterhin hart an mir arbeiten; vor allem im Hinblick auf die nächste Saison.“

Trotz der Unterstützung von Kehl setzte es in Reisbach unter der Woche eine knappe Niederlage. Reserve-Coach Tom Auer musste erneut seine Elf umbauen. Darin sieht der Übungsleiter momentan auch den Knackpunkt bei seiner Truppe, denn wöchentlich muss Auer aufgrund des Personalengpasses eine neue Elf auf den Rasen schicken. Dennoch will man sich am Sonntag im Hinspiel gegen die SpVgg Loiching mit einem Punktgewinn aus der Saison verabschieden.