FCD ehrt Eigengewächs Matthias Strohmaier – Verein erhielt Prämie für Juniorennationalspieler

 

Im Rahmen der äußerst gelungenen Jahresschlussfeier des FC Dingolfing holte der Verein eine Auszeichnung für seinen ehemaligen Juniorennationalspieler Matthias Strohmaier nach. Für seine Berufungen in die deutsche U18 und U19 Nationalmannschaft erhielt der FCD vom DFB eine Ausbildungsentschädigung in Höhe von annährend 5000 Euro.

Daher war es für den neuen FCD-Vorstand Reinhard Otto eine Selbstverständlichkeit dem ehemaligen Jugendspieler ein herzliches Dankeschön zu übermitteln: „Wir sind sehr stolz, dass es uns als Amateurverein immer wieder gelingt Spieler an den Profibereich heranzuführen. Umso schöner ist es, wenn sich unsere Jugendarbeit auch mal finanziell auszahlt.“

In der Tat ist die Nachwuchsförderung des Dingolfinger Traditionsverein herausragend. Von kaum einen anderen bayerischen Amateurclub wechselten so viele Jugendspieler zu Profivereinen. Mit Julian Justvan vom TSV 1860 München hat der FCD bereits den nächsten Juniorennationalspieler auf seiner Visitenkarte.

Matthias Strohmaier selbst zeigte sich erfreut und auch überrascht von der nachträglichen Wertschätzung. Zuvor hatte der Innenverteidiger, der mittlerweile beim Schweizer Erstligisten FC Vaduz unter Vertrag steht, auf der Jahresabschlussfeier tiefe Einblicke in das Profigeschäft gegeben.

Nicht nur bei Vorstand Otto brachten die Geschichten Erstaunen hervor. So berichtete Strohmaier wie auch der ebenfalls anwesende Jahn-Kapitän Oli Hein von den ständigen Auf und Abs des Fußballgeschäfts. Strohmaier selbst wäre beinahe nach der U16 bei den Münchner Löwen nicht übernommen worden. Mit den höhnischen Kommentaren bei einer Rückkehr nach Niederbayern im Hinterkopf schaffte er es doch noch in den Kader und reifte binnen eines Jahres zum Nationalspieler.

Die Berufung in die Nationalmannschaft brachte aber nicht nur Freude mit sich. Speziell während des Abitur entwickelte sich die Dreiecksbeziehung aus Schule, Verein und DFB zum Drahtseilakt. So reiste Strohmaier während den mündlichen Prüfungen zum Länderspiel gegen Russland nach Leipzig. Dort blieb er jedoch ohne Einsatz und so ging es mit dem Flugzeug wieder zurück nach München, wo es für die letzte Prüfung zu pauken galt.

Gänsehautatmosphäre kam beim bis auf den letzten Platz gefüllten Vereinsheim auf als Strohmaier schilderte wie er bereits im Mannschaftsbus mit Lahm, Neuer und Co auf dem Weg nach Leverkusen saß und dann doch am Abend mit der U23 gegen Bayreuth spielen musste.

Zwischen zwei wichtigen Champions League Spielen wurde Strohmaier wie seine Teamkollegen der Bayern Amateure Lukas Görtler und Rico Strieder ins Profitraining vom Pep Guardiola beordert. Dort witterten die drei Reservespieler ihre Chance als sie in der vermeintlichen ersten Elf gegen die geschonten Topstars im Abschlussspiel agierten. Kurz vor Abfahrt meldete sich Innenverteidiger Mehdi Benatia doch fit und so hieß es für Strohmaier Regionalligaalltag anstatt Bundesligadebüt. „Mein Trikot war bereits beflockt, aber von einem Beinahe-Einsatz kann man sich nichts kaufen.“, stellt der sympathische Niederbayer treffend fest.

FC-Vorstand Reinhard Otto wünschte dem Dingolfinger Strohmaier wie auch Oli Hein abschließend viel Erfolg für ihre weitere Laufbahn und würde sich freuen sie bald wieder im FC-Vereinsheim begrüßen zu können.