FCD auswärts gefordert – Erste und Zweite bei formstarken Teams zu Gast

Der FC Dingolfing muss am Sonntag um 15 Uhr beim SV Neufraunhofen antreten. Dort treffen zwei überraschend starke Aufsteiger aufeinander. Während der FCD selbst nach schwachem Start durchgängig zum Spitzenfeld der Tabelle gehört, haben sich die Gastgeber vom Sonntag nach drei Siegen in Serie in der Rangliste nach oben gearbeitet. Durch die Siegesserie ist das Polster zur Abstiegsrelegation auf sieben Punkte angewachsen und der erstrebte Klassenerhalt scheint in greifbarer Nähe. „Es treffen am Sonntag zwei starke Aufsteiger aufeinander, die vor der Saison wenige so weit oben in der Tabelle angesiedelt hätten. Somit wird das Spiel eine sehr enge Kiste, wo Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage entscheiden“, blickt FCD-Spielertrainer Marco Kenneder auf die Partie. 

Der FC Dingolfing musste am vergangenen Spieltag eine 1:2-Pleite beim ASCK Simbach hinnehmen und hat nun sieben Punkte Rückstand auf den zweiten Platz. Damit sind die Hoffnungen auf den Relegationsplatz zur Landesliga geschwunden. Trotz des Träumerein des FCD-Anhangs lag beim Dingolfinger Trainergespann aus Kenneder und Holger Götz der Fokus darauf, schnell die 40-Punkte-Hürde zu knacken und anschließend die Zeit zu nutzen sich für die kommende Spielzeit einzuspielen. Aktuell fehlen dem FCD noch vier Punkte zur magischen Marke, die nach alter Fußballweisheit den sicheren Klassenerhalt bedeutet. Dementsprechend ist die Motivation Kenneders weiterhin hoch: „Nach der bitteren Niederlage in Simbach werden wir trotzdem weiter Vollgas geben und versuchen jedes Spiel für uns zu entscheiden.“

In Neufraunhofen erwartet die Blau-Weißen eine schwere Aufgabe. Nach einer Niederlage zum Auftakt setzen der SVN zu einer Siegesserie an. Innerhalb von fünf Tagen gelangen die Schwarz-Weißen drei Siege. Nach dem famosen Derbysieg gegen den TSV Velden (5:2) folgte ein knapper Triumph gegen Hebertsfelden. Unter der Woche wurde die DJK Altdorf im zuvor proklamierten „Sechs-Punkte-Spiel“ mit 2:0 besiegt. Dabei trug sich Michael Koller in die Torschützenliste ein, der einst in der Jugend des FC Dingolfing kickte.  Trotz der vier Tore Kollers und der sechs Saisontreffer von Michael Gerauer macht sich das Fehlen von Toptorjäger Max Ostermaier bemerkbar. Mit 26 Toren ist die Offensive der Gastgeber die zwei harmloseste der Liga. Dafür beeindrucken die Hausherren mit einer kompakten Defensive, denn nur Ergolding und Kelheim ließen weniger Gegentreffer zu. An dieser biss sich der FCD bereits im Hinspiel die Zähne aus, als man vor eigenem Publikum mit 1:3 den Kürzeren zog. In der Partie fand der Dingolfinger Traditionsverein keine Mittel gegen die taktisch wie auch läuferisch starken Vilstaler. Beim zweiten Aufeinandertreffen will man es nun besser machen, wie Kenneder klarstellt: „Wir wollen natürlich versuchen den Lauf von Neufrauenhofen zu stoppen und uns auch zugleich für die Heimpleite revanchieren. Es wird eine schwere Auswärtspartie gegen einen kampfstarken Gegner. Jedoch wollen wir unbedingt die drei Punkte mit nach Dingolfing nehmen und glauben auch fest an unsere Chance.“

Die Dingolfinger Reserve muss ebenfalls in der Fremde antreten. Die personell gebeutelte Auer-Equipe trifft in Moosthenning auf den Tabellendritten. Dementsprechend sieht Coach Tom Auer seine Truppe in der Außenseiterrolle. Dennoch wird man alles daran setzten für eine Überraschung zu sorgen.