Der FCD kooperiert mit dem SSV Jahn Regensburg – Offizielle Zusammenarbeit soll Vorteile für beide Seiten bringen 

 

Dem Traum Profifußballer jagen viele Kinder mit großer Leidenschaft hinterher. Diesen Traum konnten sich mit Sebastian Nachreiner und Oliver Hein zwei ostbayerische Fußballer erfüllen, die in der Jugend auch für den Nachwuchs des FC Dingolfing kickten. Beide sind absolute Führungsspieler beim bayerischen Zweitligisten SSV Jahn Regensburg. Dabei ist der Weg vom FCD zum Jahn keine Seltenheit, denn fast 20 Spieler wechselten in den vergangenen Jahren von Niederbayern in die Oberpfalz. Erst im Sommer tauschten gleich vier Spieler ihr FCD-Jersey gegen das Jahn Trikot. Eine Kooperation zwischen der Jugendabteilung des FCD und der Jahnschmiede, dem Nachwuchsleistungszentrum der Regensburger, soll den Austausch nun noch weiter verbessern und intensivieren. 

Beide Vereine nutzten das Ambiente des SAR-Cups um die Kooperation offiziell zu machen. Dabei läuft der Austausch schon länger, denn im Sommer sind die Regensburger auf den FCD zugekommen um in der Nachwuchsarbeit künftig zusammen zu arbeiten. Die Verantwortlichen aus der Oberpfalz, allen voran Christian Martin, Leiter der Jahnschmiede, erhoffen sich von der Zusammenarbeit mit Amateurvereinen Talentpotentiale in Ostbayern zu erschließen und Synergieeffekte zu nutzen.

Beim FCD traf die Idee gleich auf große Begeisterung. Der Angst um einen Ausverkauf der talentiertesten Spieler erklärt man beim Dingolfinger Traditionsverein eine klare Absage. „Wir sind stolz über jeden Nachwuchskicker, den wir auf seinem Weg zu einem Profiverein begleiten können. Beim Jahn wissen wir, dass die Spieler sportlich und menschlich gut aufgehoben sind. Natürlich wirkt es auf den ersten Blick nachteilig, wenn man den besten Spieler verliert. Hierbei muss man jedoch klarstellen, dass viele Spieler aus den umliegenden Vereinen zu uns kommen, um sich weiterzuentwickeln. Da ist es nur logisch, dass es uns freut, wenn es noch einen Schritt weiter geht. Am Ende sollen beide Seiten profitieren. Im Optimalfall gibt es vielleicht wieder einen Profi mit FCD-Vergangenheit beim Jahn und wenn es nicht klappt, erhalten wir besser ausgebildete Spieler zurück,“ erzählt FCD-Vorstand Sebastian Strohmaier. Unter anderem an diesem Punkt soll die Kooperation künftig verstärkt ansetzen, denn Rückwechsel fanden bisher nur selten statt. Lediglich bei Matthias Dürmeyer und Adrian Gahabka profitierte der FCD selbst vom fußballerischen Feinschliff in der Oberpfalz. Ein enger Austausch soll dies verbessern.

Dabei soll sich die Kooperation aber natürlich bei weitem nicht nur auf den Spieleraustausch beschränken. Gleich mehrere Projekte plant man beim FCD zusammen mit seinem Partner aus dem Nachwuchsleistungszentrum des Zweitligisten. Federführend organisiert dies der FCD-Funktionär Alex Schätz. Beim Hallenspektakel waren bereits eine Vielzahl von Mannschaften der Jahnschmiede zu Gast und auch für den Sparkassen-Cup (18. & 19. August) haben die Oberpfälzer bereits ihre Zusage gegeben. Obendrein bietet der Jahn den Jugendtrainern Fortbildungen und Hospitationen an, um die Arbeit in einem DFB- Nachwuchsleistungszentrum hautnah zu erleben. Ebenfalls ist eine gemeinsame Talentsichtung (22. April) geplant. Und auch die Jugendspieler des FCD können die Zusammenarbeit hautnah spüren, denn am 26. Januar besucht man im Rahmen eines Vereinsausflugs das bayerische Derby gegen den FC Ingolstadt in Regensburg. Für die jüngeren Nachwuchskicker wird die Jahn Fußballschule zu den Osterferien in Dingolfing gastieren. „Wir wollen die Kooperation leben und das bestmögliche heraus holen“, lässt Schätz wissen.

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