„Breiter Kader ist unser großer Trumpf“ – Die beiden FCD-Trainer Holger Götz und Marco Kenneder im Interview

Der FC Dingolfing mischt auch im zweiten Jahr nach dem Aufstieg in der Tabelle vorne mit. Nach 20 Spieltagen rangiert man auf dem zweiten Tabellenplatz und liegt Spitzenreiter VfB Straubing im Nacken. Für die Rückrunde hat der FCD die Trümpfe selbst in der Hand, denn man empfängt sowohl Straubing als auch das nachfolgende Aiglsbach und Ergolding im Isar-Wald-Stadion. Der Dingolfinger Anzeiger traf daher die beiden Trainer Holger Götz und Marco Kenneder. Die beiden Chefanweiser ziehen ein Zwischenfazit und blicke auf die anstehenden Spiele und Aufgaben. 

Wie seid ihr im Allgemeinen mit der Hinrunde zufrieden? 

Götz: Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Wir haben am Anfang viele Punkte geholt, obwohl wir spielerisch nicht überzeugt haben Die letzten Wochen haben wir dann besser gespielt. Aber leider leichtfertig die Punkte vergeben. Aber wir haben uns im Vergleich zum letzten Jahr deutlich gesteigert, das ist eine gute Entwicklung. 

Kenneder: Generell kann man mit der Hinrunde sehr zufrieden sein. Es gibt aber natürlich immer Dinge, die einen wurmen und die wir einfach besser können.

Was war Euer Highlight im Jahr 2018? 

Kenneder: Die Frage ist gar nicht so leicht so beantworten. Durch das hundertjährige Jubiläum war das ganze Jahr voller Höhepunkte. Für mich gehören die erfolgreiche Vorsaison, das Trainingslager in Kroatien, der Ehrenabend sowie das Spiel gegen 1860 München zu den schönsten Erinnerungen. Der aktuelle zweite Platz ist natürlich auch eine Riesensache. 

Götz: Das absolute Highlight war für mich auch das Spiel gegen die Münchner Löwen. In der Liga waren die Auswärtssiege in Aiglsbach und Straubing eine tolle Geschichte. 

Ihr steht mit dem zweiten Platz hervorragend da. Was gab Eurer Meinung nach den Ausschlag für den Erfolg der Mannschaft? 

Götz: Der Kader ist sehr groß und ausgeglichen. Wir können alle Ausfälle sehr  gut kompensieren. Obendrein sind wir dadurch schwer auszurechnen.

Kenneder: Für mich ist heuer auch der breite Kader unser großer Trumpf. Die Qualität wurde im Sommer nochmals erhöht und man spürt, dass jeder Gas geben will. Obendrein haben wir im ersten Bezirksligajahr wertvolle Erfahrungen gesammelt, die uns nun im Spiel weiterhilft. 

Was wollt ihr in der Rückrunde besser machen? 

Götz: Wir wollen unsere verbesserte Spielanlage natürlich vermehrt in Tore umwandeln. Hierzu müssen wir im Torabschluss besser werden. 

Kenneder: In der Rückrunde dürfen wir solche Spiele wie in Kelheim oder daheim gegen Abensberg auf keinen Falls nochmals so desolat gestalten. Diese Auftritte waren einfach schlecht und hergeschenkte Punkte. Deswegen werden wir noch mehr an Automatismen arbeiten und versuchen die komplette Mannschaft noch besser auf verschiedene Situationen vorzubereiten. 

Was ist euer Ziel für die Restsaison? 

Kenneder: Wir haben zwar keinen Druck von Vereinsseite, aber als ehrgeizige Sportler wollen wir den aktuellen Tabellenplatz natürlich verteidigen. Alles was dann noch kommt, nehmen wir gerne mit. Aber erstmal gilt es unsere Leistung konstanter abzurufen. 

Götz: Das Ziel sollte sein, möglichst alle Spieler und uns als Mannschaft weiter zu verbessern. Die Ergebnisse kommen dann von alleine. 

Der FCD setzt bei der Kadergestaltung nicht auf den schnellen Erfolg durch teure Legionäre, sondern versucht das Team zusammen zu halten und junge Spieler zurückzuholen. Wollt ihr in der Winterpause nochmals nachlegen? 

Kenneder: Der Weg des Vereins sich mit jungen Kickern die Mannschaft zu verstärken ist ganz klar der richtige. Wenn die Situation sich ergibt, werden wir mit Sicherheit darüber nachdenken. Jedoch muss dabei alles passen. Der aktuelle Kader hat die Qualität heuer ganz oben mitzuspielen und unsere gesteckten Ziele zu erreichen. Ich vertraue meinem Team zu hundert Prozent. 

Götz: Ich sehe es genauso wie Marco. Die Mannschaft ist vom Potential und Charakter top aufgestellt. Obendrein identifizieren sich die Spieler mit dem Verein und sind auch in den drei Kreisliga-Jahren zum Verein gestanden. Auf die Jungs bauen wir und werden auch in Zukunft noch viel Freude mit der Mannschaft haben. Spieler von außen sollten daher hundertprozentig hinein passen. Das ist auch die Devise für diesen Winter. 

Wie siehst du die Entwicklung im Verein?

Götz: Die Entwicklung im gesamten Verein ist sehr positiv. In der Jugendarbeit wird viel Aufwand betrieben. Das wird sich in den nächsten Jahren auszahlen, denn jetzt kommen wieder gute und auch viele Jugendspieler in den Herrenbereich. Das wird den Unterbau weiter stärken und natürlich auch die erste Mannschaft voran bringen. Die Organisation im Verein ist ebenfalls gut. Das bringt Ruhe und Kontinuität und am Ende auch sportlichen Erfolg. 

Kenneder: Der gesamte Verein ist im Aufwind. Deswegen nehmen wir die Aufbruchsstimmung gerne mit und versuchen weiterhin mit allen Mannschaft im Herren- wie auch Nachwuchsbereich erfolgreich zu sein. Der FCD hat in der jüngsten Vergangenheit vieles richtig gemacht. Im sportlichen Bereich ist man mit Konrad Johann und Manuel Wimmer wie auch in der Vorstandschaft und Ausschuss super aufgestellt. Ohne diese Leute wäre der Verein nicht da, wo er heute steht.