Adrian Gahabka wagt ein zweites Abenteuer USA – Fußballer kämpft in Vermont um den nationalen Meistertitel 

Adrian Gahabka wagt ein zweites Mal das Abenteuer USA. Dieses Mal landet der Sprung über den großen Teich in Vermont. Dort wird der ehemalige Jugendspieler des FC Dingolfing eines der besten Colleges des Landes besuchen und in der höchsten Collegeliga Fußball spielen. „Meine ersten Eindrücke hier sind wirklich super. Abgesehen von der top Universität ist die Gegend rund um New England wirklich von einer wunderschönen Landschaft geprägt“, berichtet Gahabka. 

Der Collegesport fungiert in den Vereinigten Staaten als Vorstufe zu den Profiligen und erfreut sich in der amerikanischer Gesellschaft großer Beliebtheit. Da in dem riesigen Land oftmals Profivereine in der Nähe fehlen, füllen College-Begegnungen in den Sportarten Football, Eishockey, Baseball und Basketball ganze Arenen. Die Macher des amerikanischen Fußballs wollen nun zu den vier großen Sportarten aufschließen. Setzte man in den 90er Jahren noch auf alternde Stars aus Europa, soll nun durch Nachwuchsarbeit der amerikanische Fußball auch international weiterhin an Ansehen gewinnen. Bei diesem Unterfangen sind deutsche Spieler wie Gahabka sehr gefragt. Zum einen bringen sie eine hervorragende Ausbildung mit und zum anderen haben sie in Europa bereits höherklassig im Herrenbereich gespielt und verfügen dadurch über einen reichen Erfahrungsschatz. 

Gelockt werden die Spieler mit Stipendien, die die kompletten Studiengebühren abdecken. Ein für beide Seiten attraktives Geschäft, denn die Universitäten haben durch die Popularität des College-Sports eine wichtige Einnahmequelle erschlossen. Auch Gahabka bekam ein Vollstipendium angeboten und kann nun seinen Master in BWL in den USA absolvieren. Dennoch brachte Gahabka das Angebot zum Grübeln: „Die Entscheidung Deutschland zu verlassen und nochmals in ein 7.000 Kilometer entferntes Land zu gehen, fiel mir persönlich nicht leicht. Nichtsdestotrotz bietet mir das Land mit den unbegrenzten Möglichkeiten die Chance weiterhin Fußball und Universität auf einen top Niveau miteinander zu vereinbaren.“

„Wollen solange wie möglich um den nationalen Meistertitel kämpfen“

Daher brach Gahabka ein zweites Mal seine Zelte in Deutschland ab. Bereits vor gut zwei Jahren kickte er in der höchsten Collegeliga für die North Caroline State University. Daher ist der enge Wochenplan aus Unikursen, Trainingseinheiten und Spielen nichts unbekanntes für den Abwehrspieler. Dabei ist es keine Seltenheit, dass zu den Auswärtsspielen mit dem Flieger geht. „Im Vergleich zu meiner letzten Station sind hier an der University of Vermont die Ziele nochmals ein Stück höher. Wir wollen als Mindestziel den Titel in der American East Conference holen und solange wie möglich um den nationalen Meistertitel kämpfen“, erzählt Gahabka. Dabei schränkt er ein, dass auch hier von Spiel zu Spiel geschaut wird. Nach den Auftaktsiegen bei den renommierten Colleges von Elon und Duke macht sich jedoch am Campus der berühmte amerikanische Optimismus breit und die Sympathisanten träumen bereits vom großen Titel.  

Gahabka ist als Führungsspieler in einer internationalen Mannschaft eingeplant

Gahabka ist dabei in einer Mannschaft, die mit vielen Legionären vom gesamten Globus antritt, als Führungsspieler eingeplant. Bereits bei seinem ersten Aufenthalt machte sich der Innenverteidiger einen guten Namen. Obendrein besticht Gahabka mit Regionalligaerfahrung beim niederbayerischen Primus SV Schalding-Heining. Dort wird der Defensivallrounder bislang schmerzlich vermisst, denn nach acht Spieltagen trennen den Passauer Vorstadtclub nur zwei Punkte vom Relegationsplatz. 

Trotz des vollen Terminkalenders verfolgt Gahabka fleißig seine ehemaligen Kameraden und auch seinen Heimatverein FC Dingolfing hat er im Blick: „Dank des Internets und der sozialen Medien bin ich auf dem aktuellsten Stand. Ich hoffe, dass der FCD seine positive Entwicklung im gesamten Verein weiterhin vorantreiben kann“, berichtet Gahabka.